Eigentlich gibt es nur ein Evangelium, eine gute Botschaft. Aber schon in den ersten christlichen Gemeinden gab es ein Problem: die Gesetzeslehrer in all ihren Schattierungen. Besonders der Galaterbrief setzt sich mit dieser Gruppe und ihrer Theologie intensiv auseinander.

Galater 1,6-9
6 Ich wundere mich, dass ihr euch so schnell von dem, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, abwendet zu einem anderen Evangelium, 7 wo es doch kein anderes gibt; einige verwirren euch nur und wollen das Evangelium des Christus umkehren. 8 Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Er sei verflucht! 9 Wie wir früher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: Er sei verflucht!

Oder in einer anderen Formulierung:

2Kor 11,4 Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gut.

Man könnte die Grundausrichtung dieser Seite auch beschreiben als „konsequente Gnade“:  Erlösung ist und bleibt umsonst – auch und gerade da, wo es um unser praktisches Leben hier und jetzt geht.

Diese Seite hat den Zweck

  • Menschen über das echte Evangelium zu informieren
  • die Chance zu bieten, daß es müde gewordenen Christen wieder Spaß macht, mit Jesus zu leben
  • möglichst einfache Gegenargumente zu liefern für die, die sich gegen gesetzliche Christen wehren wollen oder müssen
  • wichtige Bibelstellen auszulegen, insbesondere auch:
  • solche Bibelstellen zu deuten, die Gesetzis gerne benutzen, um andere Christen zu terrorisieren
  • Fragen zu beantworten, die sich aus einem ganz anderen Ansatz, mit Jesus zu leben, zwangsläufig ergeben

Diese Seite hat nicht den Zweck

  • gesetzlichen Christen ein weiteres Forum zu bieten (davon gibt es schon hunderte und tausende)
  • Lebenshilfe anzubieten (aber das kann sich indirekt ergeben)
  • Menschen zu vernetzen (aber auch das kann sich ergeben)
  • Hauskreise und Gemeinden zu gründen (aber die Lust darauf könnte einem beim Lesen kommen  )

Wir wünschen allen Besuchern viel Spaß beim Lesen. Wenn du Christen kennst, die müde vom Halten des Gesetzes sind und mit ihrer Kraft am Ende, freuen wir uns über eine Weiterempfehlung.

Die Beiträge hier sind anfangs in Diskussionen mit anderen Positionen entstanden (übrigens seit mindestens 2007 – haben also auch nichts zu tun mit theologischen Wellen, die kommen und gehen). Wer hier theologische Abhandlungen erwartet, ist falsch. Aber er kann sie ja selbst schreiben, die Abhandlungen … der Leser muß also eine ganze Reihe Text-Bruchstücke lesen, bis er ein Gesamtbild hat. Und die Texte haben  unterschiedliche Qualität.

Und allen, die sich ärgern, über das, was sie hier lesen: Jesus ist wichtiger für Menschen als eure gesetzliche Verbiegung des Evangeliums! Freut euch gefälligst, daß Jesus und seine Erlösung hier bekannt gemacht wird – auch wenn dabei mit Sicherheit keine Opfer für eure seltsamen Lehren entstehen.

Diese Seite kann nicht ständig was „Neues“ bieten – das würde auch ihrem Inhalt widersprechen. Und wer erwartet, nach dem erstmaligem Durchlesen aller Beiträge sei alles klar – der hat dann nicht allzu genau gelesen.

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Wer mag, kann zu den einzelnen Artikeln die Kommentar-Funktion nutzen. Wir gehen nicht davon aus, daß hier alles präzise und druckreif und unmißverständlich formuliert ist. Etwas seltsam empfinden wir aber inhaltliche Kritik, die als Frage formuliert wird – und wir dürfen dann raten, welche Position wohl der Fragende vertritt. Außerdem sollte der Kommentar nicht genauso lang oder länger als der jeweilige Artikel sein: Gegenargumente bitte so kurz und knapp wie möglich (ohne Vortragscharakter – Vorträge bitte auf der eigenen Webseite posten!). Und niemand muss Zustimmung heucheln – inhaltliche Differenzen sind völlig ok. Das beinhaltet auch: keine leeren Komplimente – um sofort das inhaltliche Gegenteil zu vertreten.

Es herrscht völlige Meinungsfreiheit – aber nicht jede Meinung lassen wir sich hier in aller Breite austoben 😉     Dafür gibt es wirklich genug andere Seiten.

Nach unserer Erfahrung sind ablehnende Kommentare häufiger als zustimmende. Wer inhaltliche Kritik üben will, möge aber bitte genug Zeit ins Lesen unserer Artikel investieren – sonst schlägt man leicht auf einen Popanz ein, der gar nicht existiert.

Alle Kommentatoren mögen bitte die folgende Überlegung berücksichtigen: die Gnade, Liebe und Zuwendung Gottes ist nicht einfach eines neues besseres Fundament für die Gesetzesgebäude, die wir jahrhundertelang errichtet und ausgebaut haben. Das (ethische) Gebäude, dass auf dem Fundament der Gnade steht, unterscheidet sich in so einigen Punkten massiv von der Bauweise des Gesetzesgebäudes. Vielen Dank!

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Und: alle Artikel können gerne kopiert werden – ganz oder in Auszügen. Dann bitte (wenn möglich und sinnvoll) mit Quellenangabe bzw. Link auf den Artikel. Das gilt ganz besonders für die, denen die Artikel zu polemisch oder zu anonym sind 😉 . Du kannst Artikel gerne entpolemisiert irgendwo posten und deinen Klarnamen drunter setzen. Wir übernehmen aber keine Verantwortung für die Folgen.

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Unsere Grundposition ist zahlenmäßig leider immer noch eine Außenseiterposition. Das sollte eigentlich nicht so sein: die hier vertretenen Positionen sind eigentlich nichts bemerkenswertes – sie werden nur bemerkenswert durch die seltsamen Positionen, die viele Christen vertreten und / oder glauben. Vielleicht hat sich das ja in 10 oder 20 Jahren geändert.

Und: diese Seite ist reines Hobby für die Beteiligten. Deswegen versuchen wir fast alles, um möglichen Ärger gering zu halten. Danke fürs Verständnis! 😉 … außerdem wollen wir einen Kult um unsere Autoren vermeiden: unsere natürliche Demut gebietet uns das 😉

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  1. Lieber Seitenbetreiber,

    vielen Dank für Deine gesegnete Seite! Sie hat mir wahnsinnig geholfen, von dem gesetzlichen angstbehafteten Glauben loszukommen!! Leider habe ich immer noch Fragen und Bibelstellen im Kopf, die ich einfach nicht von der Gnadenseite verstehe, zu oft habe ich mich auf gesetzliche Lehren eingelassen, vor allem auf bestimmten Internetseiten.
    Daher eine Frage: Wärst Du bereit zu versuchen, mir diese Fragen zu beantworten? Du würdest einem verzweifelten Bruder im Glauben wahnsinnig helfen!! Ich leide wahnsinnig immer noch unter Gesetzeslehren und unter der Angst vor der Hölle! Ich wäre Dir richtig dankbar!
    Wenn ja, kann ich Dir eine Mail schreiben? Wäre mir persönlich ehrlich gesagt angenehmer. Wenn nicht, schreib ichs halt trotzdem in den Kommentarbereich.

    Viele Grüße, be blessed!

    • Hallo lieber Bruder Dominik,

      ich weiß nicht ob Dir schon geholfen wurde aber wenn du magst kannst du mir auch einige Fragen stellen.
      Bin ebenfalls ein Gesetztesgeschädigter der sich durch Gottes Gnade aus dem falschen Denken herauswindet. Mir helfen diese Seiten auch sehr, ich finde diese Idee und ihre Umsetzung einfach Klasse. Es muß ja auch nicht immer alles richtig sein oder perfekt beantwortet werden aber der Tenor dieser Seite, nämlich die GNAGE GOTTES, wird aufrichtig dargestellt. Auch der ehrliche Versuch gerade die schwierigen Bibelstellen anzupacken ist doch sehr beachtlich. Mir hat auch sehr gefallen das einer der Autoren bei dem Thema
      “ das Kreuz“ auf sich nehmen ehrlich gesagt hat, dass er auch noch keine befriedigende Antwort dazu hat.
      Soetwas sucht in unserer häufig verlognen “ Christenheit“ seinesgleichen.
      Als ich diese Seiten das erstemal gelesen habe, klopfte “ Herr Mose“ ständig bei mir an und forderte mich auf unverzüglich Protest zu erheben.
      Aber wenn du dann dein Glaubensleben Revue passieren läßt und feststellst wo du damit gelandet bist, dann erübrigt sich so mancher Komentar. Ich habe wirklich alles was hier geschrieben steht sehr kritisch hinterfragt ( natürlich anhand der BIBEL und für mich selbst).
      Umso mehr ich gelesen habe, desto häufiger habe ich mich beim „inneren Zustimmen“
      ertappt. Der Teufel und Herr Mose warnen dich selbstverständlich eindringlich vor solchen
      “ sektenhaften“ Internet Auftritten ( wo kämen wir denn dann auch hin? Wenn alles UMSONST wäre, ich meine so richtig umsonst!!!
      Wundere dich also nicht lieber Leidensgenosse wenn du keinen „Durchmarsch“ erlebst oder diesbezüglich ein Senkrechtstarter bist. Mir geht es genauso wie Dir. Auch in der Bibel muß Paulus kämpfen, die Galater erneut in die Gnade zu führen. Deine Freude sollte aber größer sein als die noch vorhandenen Frustrationen. Lies diese Texte immer wieder, ich meine diese Berichte hier. Und wenn du etwas nicht gleich verstehst guck ruhig mal in die Bibel ( ich mache das sowieso immer) einfach weil ich viel zu skeptisch bin jedem zu glauben und das ist ja auch gut so. Wichtig ist aber auch mit dem Herzen zu lesen, damit meine ich die Gesamtlinie zu verfolgen und die wichtigste Tatsache zu beachten, wozu der Vater denn den Sohn gesandt hat. Nicht um die Welt zu richten sondern um sie zu ERRETTEN! Und dieses Werk hat der Sohn ohne uns vollbracht!!! Und er wird das in uns begonene Werk auch vollenden!!! Wiegesagt ER nicht WIR!!! Einer der Autoren hier sagte auch, dass es wichtig ist durch welche Brille wir die Bibel lesen. Da hat er wirklich recht “ mit dem Mosetuch“ vor Augen sieht man schlecht.
      Meine Meinung zu diesen Seiten ist nach eindringlicher Prüfung sehr positiv! Du mußt keine Angst haben das hier verkündete würde dir in irgendeiner Weise Schaden, im Gegenteil.
      Allein die Tatsache das du solche Beiträge hier im Internet nicht nochmals findest gibt doch sehr zu denken. Nicht das nicht über GNADE berichtet wird, dass schon aber immer mit etwas Gesetz vermengt. Auch Luther hat wunderbare Abhandlungen über die Gnade geschrieben,
      ( wirklich erstklassige Berichte und Predigten). Denoch wurde danach auch wieder indirekt das Gesetz gepredigt. Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig!
      Ich möchte dir noch eine universal Bibelstelle mitteilen welche dir sicherlich helfen kann die Bibelstellen besser zu verstehen welche wie du sagst „nicht von der Gnadenseite“ her verstehen kannst. Ich kenne diese Bibelstellen fast ALLE. Damit möchte ich nur zum Ausdruck bringen, dass ich schon verstehe was du meinst.
      Also, Rö. 6,14 Denn die Sünde wird nicht herrschen können über euch, weil ihr ja nicht unter dem GESETZ seid sondern unter der GNADE!
      Also alles was wir an Aufforderungen in den Briefen lesen, sehen wir unter der Tatsache, in der GNADE zu sein, weil wir ja eben nicht unter dem GESETZ sind!Die Gnade selbst bzw. der in dir wohnende Geist hat es sich sich (nicht uns) zur Aufgabe gemacht dieses in uns zu wirken! Jetzt ist der Geist Christi für unseren Wandel verantwortlich. Wir sagen dann einfach nur DANKE Herr das du mich so siehst und so vollkommen machst. Beginnen wir aber diesen scheinbaren Aufforderungen gerecht werden zu wollen, laufen wir dem alten Freund “ Herrn Mose“ wieder direkt in die Arme!
      Noch ein Trostwort! Was meinst du denn was es für Personen sind die sich so eindringlich mit diesem Thema beschäftigen? Ich meine damit die Autoren dieser Seiten. Nur wer selber im Gesetz gefangen war sucht wie ein Verzweifelter nach der GNADE! Wer den Schmerz eines „Gesetzis“ nicht kennt kann die umfassende Gnade schwerlich erfassen.
      Das ist also der positive Aspekt ehemaliger Gesetzis!!!
      Sei besonders gesegnet,

      B. Borchert

    • Nah, da bin ich ja auf ganz besondere Spezialisten gestoßen, die im Namen des Herrn,den durch gewisse Pharisäer geschädigten Leuten Ihre hilfreichen Einsichten über die wirkliche Gnade des GROSSEN GOTTES vermitteln wollen.- Zunächst fällt mir auf, das Meinungsfreiheit
      bei Euch herscht…Das kann nicht sein, denn Meinungsfreiheit herscht sicher nicht…Weiter ist es interessant, daß Leute nur zu Einen gewissen Grad Ihre Meinung kund tun (dürfen !?), da Ihr wohl nicht viel von anderen Wahrheiten zu halten scheint, sondern nur Eure Wahrheit, wie Ihr Sie versteht, gelten laßt…

      Schlimm, sage ich da wird der arme Mensch von heute noch kränker…
      Ihr dürft mir mal gern im Mondschein begenen, gell?!

      Gute Besserung Lothar.

    • Religion ist alles das wo Gott nicht Gott sein darf und wo wir meinen wir wüssten was. gott ändert seine Meinung uns gegen über nicht. er hat uns zu erst geliebt, nicht wir ihn und wir können ihn auch nur lieben durch sein Geschenk der heilige Geist also shalom und sei gesegnet

  2. Lieber „Seitenfan“!

    Danke für deinen Tipp auf unserer Homepage. Vielleicht hast du es schon festgestellt, wir haben deine Anregung aufgegriffen und diese tolle Seite in unsere Links aufgenommen.

    Wir wünschen dir weiterhin alles Gute und Gottes Segen für deine Arbeit.
    Herbert
    Webmaster
    JeusTVaustria

  3. Es wäre sehr gut, wenn Beiträge wie auf dieser Seite auch auf vielen anderen Seiten zu finden wären. Zur Not können wir sogar damit leben, dass bei kopierten Beiträgen die Quelle NICHT genannt wird 🙂

  4. Hallo ich wollte Fragen ob ich Beiträge von dieser Seite auch bei uns auf dem Blog posten kann, natürlich mit Link auf diese Seite :-). Ich finde die Beiträge hier nämlich super interessant! LG und Gottes Segen!

  5. Hey des is Number one was ich hier lese. Ich hab mit Gesetzlichkeit und Religiösität zu kämpfen innerhalb meiner Familie und Gemeinde. Fernab von aller Vernunft und Logik. Wie Verschwörungstheoretiker. Ich möchte nicht schlecht über Sie reden, weil ich ja selber nicht perfekt bin, aber ich hab die Seite hier gefunden und hab mir einiges mal durchgelesen. Ich sehe es fast exakt genau so! Respekt! Gott hat dir die Erkenntnis gegeben über sich und den Sinn des Evangeliums. Keine Vorurteile mehr! Kein Verurteilen mehr! Keine Angst mehr! Kein „du bist zwar gerettet, aber wenn du nicht das und das tust, hast du ein Problem mit Gott…“ Den Scheissdreck kann ich nicht mehr hören… Sehr gute Seite! Gruss

  6. Liebe Seitenbetreiber!

    Ich möchte mich auch bedanken für euren Einsatz, die klaren Worte und v.A. die heilsamen Gedanken. Ich habe viele dieser Dinge in den letzten drei Jahren erlebt und durchlebt. Ich wünsche und bete, dass noch viele Menschen die befreiende Gnade finden und das Gesetz hinter sich lassen können. Das wäre mein Bild von Erweckung!

    – Religion (das Gesetz) sagt „Vollbringe“! Christus sagt „Es ist vollbracht“! –

    Ich empfehle für eher englischsprachig orientierte Menschen die Predigten von Joseph Prince aus Singapur (u.A. bei Youtube.com oder direkt auf seiner Seite: http://www.josephprinceonline.com). Die – im Sinne dieser Seite verstandene – Gnade ist sein Hauptthema und viele Botschaften haben mich persönlich sehr gesegnet!

    Liebe Grüße aus Stuttgart
    Simon

  7. Liebe Geschwister von konsequentegnade !
    Ihr macht gute Arbeit und wir haben die Besucher unserer Webseite auf euch aufmerksam gemacht („www.matth2323.de/konsequente-gnade-unverzichtbar/). Dank eurer Überlegungen haben wir auch einen neuen Ansatz zur Frage: „Können Christen verlorengehen?“ erarbeitet. Vielleicht könnt ihr damit etwas anfangen. Wir würden uns freuen, wenn ihr auch auf uns einen Link setzen wolltet.
    Lieben Gruß Bruder Christian

  8. [Eine grundsätzliche Bemerkung, die wir vielleicht in Zukunft öfter mal machen werden:]

    Liebe Kommentatoren (oder manche von euch)! Sagt doch einfach gleich klar, um was es euch geht und stellt keine scheinheiligen Fangfragen. Vielen Dank!

  9. Ihr sagt auf die Frage:
    „Warum sagt ihr nicht was Christen tuen sollen?“

    Es ist sinnlos, das Werk der inneren Veränderung bei einem Christen vorwegnehmen zu wollen und Christen mit lauter Verhaltensanweisungen zu terrorisieren. Sobald die innere Veränderung da ist, bringt sie auch ein neues Handeln hervor.

    Jetzt frage ich euch warum denn die ganzen Briefe von Paulus usw. usw. mehre Verhaltensanweisungen SOGAR Befehele geben wie wir zu leben haben.
    Nach eurer Meinung hatte Paulus falsch gehandelt und geschrieben?

    • Nein, das hat Paulus natürlich nicht … man kann die „Befehle“ von Paulus als solche betrachten – und landet damit wieder im mosaischen Gesetz (mit ein paar verschärften und zusätzlichen Regeln); und diese Wahl treffen viele, ermutigt von ihren geistlichen Führern … Paulus gab aber denen eine Richtung, die sich von Gott geliebt wussten, in denen eine Quelle lebendigen Wassers sprudelte, die eine Erfahrung von Fülle gemacht haben, die innerlich verändert worden waren … er beantwortet also nicht die Frage „was muss ich tun, um ein guter Christ zu sein oder zu werden?“, sondern die Frage „wohin mit der Liebe in meinem Herzen?“ … Menschen, die innerlich Bettler sind (insbesondere durch das Leben unter Gesetz) kann man zwar gerne königliches Verhalten vorschreiben – sie werden aber grandios daran scheitern (der Beweis wird täglich weltweit neu geliefert) …

  10. Hallo, kann mir einer helfen, ich glaub ich bin aus der Gnade gefallen, da ich mir eingeredet habe, durch Jesus bist du gerettet, aber du darfst XY nicht mehr tun, nur dann bist du auch wirklich gerettet. Ich wusste vorher schon, dass mich meine Taten nicht retten. Bin ich jetzt auf ewig verloren da ich mir etwas Falsches einreden hab lassen oder kann ich noch zur Gnade zurückfinden? Wenns geht, soll sich konsequentegnade auch über Mail bei mir melden.

    • Du musst nicht in die Gnade zurückfinden – du stehst mittendrin. Aus der Gnade fällt man in Bezug auf das Leben hier und jetzt – nicht bezüglich der Erlösung. Das gilt für alle, die hier und jetzt auf das Gesetz vertrauen, aber Jesus als ihren Erlöser sehen. Und du weißt ja, dass deine Taten dich nicht retten.

      … du darfst übrigens alles tun – es ist nur die Frage, ob es hilfreich ist. Das gibt dir somit auch alle Zeit der Welt, die es braucht, bis sich Veränderung in deinem äußeren Verhalten zeigt. Jede Sünde ist dir bereits vergeben – auch die zukünftigen (ohne jede Einschränkung!)

    • Lieber Bruder Manuel!
      Lass mich dir sagen: du kannst nicht aus der Gnade fallen! Egal was du getan hast oder tust. Wenn du einmal errettet bist, bist du es für immer! Jesus lässt dich nicht wieder los. Auch im finsteren Tal nicht. Vertrau ganz auf den Herrn Jesus. Er holt dich aus allem wieder raus! Das kann ich dir aus eigener Erfahrung bestätigen. Wenn Leute dir Angst machen, dich anklagen ist das eine Lüge. Der große Verkläger ist schon gerichtet – er ist aus der Gnade gefallen. Du hast Christi Gerechtigkeit als Geschenk bekommen. Jesus hat das Gesetz vollkommen erfüllt und am Kreuz deine Schuld vollkommen bezahlt. Du bist die Gerechtigkeit Gottes in Jesus Christus! ‚Fürwahr er trug unsere Krankheit und litt unsere Schmerzen.‘ – also ist es auch dein Recht gesund zu sein.
      Als wiedergeborener Christ bist du ein zutiefst geliebtes Kind Gottes, des allmächtigen Schöpfers! Du darfst dir immer der liebenden Nähe deines himmlischen Papas bewusst sein.

      • Lieber Philipp,
        vielleicht hilft es dir wenn du verstehst dass Errettung aus drei Teilen besteht.
        -Rechtfertigung
        -Heiligung
        -Verherrlichung

        Durch den Glauben werden wir gerechtfertigt (dies ist eine rechtsmäßige Erklärung von Gott aus und dies geschieht einmalig)
        Wenn Gott Jesus anschaut sieht er dich und wenn er dich sieht, sieht er Jesus (Zitat: John Mc Arthur)
        Durch den Glauben wird Jesus seine Gerechtigkeit (sein sündloses, perfektes Leben) uns zugerechnet und unsere Sünde ihm zugerechnet. Er wird am Kreuz wie ein Sünder behandelt, er bekommt Gottes volle Gerechtigkeit zu spüren, seinen vollen heiligen Zorn gegen Sünde sodass er uns Gnade erweisen kann. (Man beachte dass Jesus dies freiwillig aufsich nimmt)

        Wenn Gott also dich und mich ansieht, sieht er Jesu sein reines perfektes Leben in uns. Mit anderen Worten er sieht uns total sündlos.

        Was dir gerade passiert ist ein Kategorienfehler. Du verwechselst Heiligung mit Rechtfertigung.

        Aus der Rechtfertigung entspringt die Heiligung (ein Leben das sich nach dem orientiert was dem Willen Gottes entspricht) Das geniale an der Sache ist dass der Heilige Geist in uns lebt und uns dazu befähigt und hilft. Das blöde ist dass wir immernoch in unserem sündigen Körper leben, der dem widerstrebt. Deswegen ist das Leben eines Christen von Kampf gekennzeichnet.

        Was aber niemals passieren darf ist, das wir unser Versagen in der Heiligung (was oft passiert) auf unsere Rechtfertigung projizieren!

        Ja wir dürfen traurig sein wenn wir sündigen, wir dürfen Enttäuschung erleben wenn wir nicht immer nach dem Willen Gottes leben und ja wir sollen immer wieder Buße tun und uns neu ausrichten aber diese Enttäuschung darf niemals auf unsere Rechtfertigung (die Gottes Werk ist) übergreifen.

        Nächstes Mal wenn du das getan hast was du nicht solltest denk an folgende Punkte:
        -sei dankbar das Gott dir dies zeigt und danke ihm dafür dass er dich in gewisser Weise erzieht, was ein Zeichen seiner Liebe und Fürsorge ist.
        -sei dir bewusst das Vergebung in Jesus zu finden ist
        -du kannst nicht gerechter werden als du es jetzt schon in Jesus bist
        -du kannst (und wirst) aber Jesus immer ähnlicher werden in deinem Leben auch wenn dieser Prozess dein ganzes Leben geht.

        • Dazu sage ich „Amen“, lieber Mike!
          Und: Danke für diese klare Unterscheidung von Rechtfertigung und Heiligung!

          Ich glaube alledrings sogar, dass die Errettung ganz zu Beginn schon vollkommen ist und nicht aus 3 Teilen besteht. Das sagst du ja auch durch das Zitat von Mc Arthur. Also bin ich errettet, sobald ich Jesus Christus und sein vollkommenes, ein für alle Mal vollbrachtes Werk am Kreuz angenommen habe!
          Dann folgt die Heiligung durch Gott, den Heiligen Geist, der mir das Wollen und das Vollbringen schenkt. (Phil. 2,13)

      • 😉
        Warum kommt mir nur gerade der Ausspruch Jesu‘ in den Sinn mit dem Mühlstein um den Hals??
        Vielleicht weil McA. (vollkommen im Widerspruch zur Schrift) das mosaische Gesetz aufteilt in Zeremonial- und Moralgesetze (also vor allem die 10 Gebote…)? Und von letzteren lehrte, dass sie immer noch gültig seien für uns Gläubige „als Maßstab des Lebens“?
        Und weil Paulus schreibt, dass die Kraft der Sünde das Gesetz ist? (1. Kor 15,56)

        Nennen wir die Dinge doch mal beim Namen:
        Diese Lehre des Gesetzes bringt die Kraft der Sünde in den Leib Christi.
        Und genau das ist es doch, wo Jesus den Mühlstein als die bessere Option für solche Verführer nennt:

        Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. (Mt. 18,6)

        • Lieber Peter D.
          Ich weis nicht ob du dich jemals gründlich mit John McArthur beschäftigt hast und den Römerbrief ausführlich studiert hast.
          Aber wenn ich dein Kommentar so lese bekomme ich den Eindruck dass du meinst, das Gesetz Gottes (welches seinen Charakter und seine Natur widerspiegelt) habe keinen positiven Nutzen für einen Christen.
          Ja das Gesetz ist unfähig um:
          1. irgendetwas an meiner Rechtfertigung beizutragen
          2. uns von der Gefangenschaft der Sünde zu befreien und uns zum Gehorsam zu befähigen

          Doch das Gesetz ist fähig um:
          1. uns zu Christus zu treiben
          2. uns zu zeigen was gottes Wille für uns ist
          3. uns zu zeigen was Sünde ist
          4. uns in Heiligung zu führen (siehe 1. Johannes Brief)

          Der Grund warum J.MA. Unterscheidungen macht zwischen Zeremoniell und Moralisch ist der einfache Grund in dem was Jesus getan hat. (Siehe den kompletten Hebräerbrief)
          Der Grund warum Christen nicht mehr opfern + Reinigungsgebote (Zeremonien) ect.
          Ist weil wir in Jesus ein komplettes perfekt reines Opfer haben!
          Zu opfern würde bedeuten auf das was Jesus tat zu spucken und zu sagen es reicht nicht aus!
          Ganz im Gegenteil sind Gesetze die Gottes Charakter und Natur widerspiegeln (Moralisch).
          Jeder Christ wird durch de Gnade Gottes befähigt Gottes Gesetz zu gehorchen!
          Deswegen sind Sätze wie:

          „Wir sind aus Glauben alleine gerettet, aber ein Glaube der nicht allein ist.“

          aus dem Mund von McArthur komplett wahr.
          Darum geht’s die ganze Zeit im Römer 5-8, Jakobus ect.
          Jeder Christ der kein Verlagen hat so zu sein wie Gott, heilig zu sein, seine Geboten zu gehorchen ist nach dem Verständnis der Bibel kein Christ und hat keinen rettenden Glaube.
          Bitte notiere dass ich (sowie John McArthur) zwischen „Verlangen“ und „sein“ differenziere.

          • „Darum geht’s die ganze Zeit im Römer 5-8“ ??

            So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht bringen. Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen.
            Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so dass wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens. (Röm 7,4-6)

            Hier geht’s um Frucht, also eindeutig um unseren Wandel. Und zwei Arten von Frucht werden hier genannt:
            – Gott Frucht bringen
            oder
            – dem Tod Frucht zu bringen.

            Welche willst du in deinem Leben sehen? 🙂

            Jetzt noch eine Frage:

            Welchen Teil des Gesetzes meint Paulus wohl hier in Römer 7 – „zeremoniell“ oder „moralisch“?

            Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: „Du sollst nicht begehren!“ Die Sünde aber ergriff durch das Gebot die Gelegenheit und bewirkte jede Begierde in mir; […]
            (Röm. 7, 7b-8a)

            Das bezieht sich ganz klar auf die 10 Gebote. Aber wer McArthur mehr glauben will als dem Apostel Paulus -> bitte sehr.

            Jakobus:
            Bei Jakobus geht’s definitiv nicht um „Moral“: Die Besipiele für die Werke, die Jakobus anführt, sind sogar extrem unmoralisch… Abrahams Opfergang ins Gebirge Morija und das Verstecken der Spione durch die Prostituierte Rahab in Jericho: Versuchter Kindesmord und Hochverrat also. Na super!

            Beides übrigens komplett ohne das mosaische Gesetz: Abraham lebte 430 Jahre vor dem Gesetz, und Rahab war Kanaaniterin, die das 38 Jahre zuvor gegebene Gesetz gar nicht kannte… aber beide taten ihre Werke auf Grund des (lange) zuvor erlangten Glaubens:
            Abraham wurde aus Glauben gerechtfertigt, ein Jahr vor Isaaks Geburt.
            Rahab bezieht sich im Gespräch mit den israelitischen Spionen („Kundschaftern“) auf den Sieg Israels über die Amoriter – das war kurz nach dem Auszug aus Ägypten gewesen, lag also ca. 40 Jahre zurück.

            Liebe Grüße
            Peter

  11. Ach ja:

    Doch das Gesetz ist fähig um:

    „1. uns zu Christus zu treiben“
    Ja, amen. Vor der Wiedergeburt.

    Zum Rest (Punkte 2-4):
    Nein, denn:

    1. Tim. 1,8-9: Ganz deutlich und eindeutig:

    Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht,
    indem er dies weiß, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Mörder, Unzüchtige, Knabenschänder, Menschenhändler, Lügner, Meineidige …

    Und nochmal: Wer lieber McArthur glauben will als Paulus: Bitte sehr.

    • Ich hoffe mein Kommentar kam nicht angreifend oder in der Art rüber aber folgende Punkte zu deinen Fragen 🙂

      Wenn du Römer 7,4-6 zitierst, unterscheidest du zwischen „Gott und dem Tod Frucht bringen“. Wenn man aber den Argumentationsgang von Paulus betrachtet erkennt man das Paulus unterscheidet zwischen „im Fleisch und in Christus“, „unter Gnade oder unter dem Gesetz“ ;(6.14-15, 7.5)
      „So seid auch ihr“ (Röm. 7.4) bezieht sich auf die Illustration aus Vers 1-4 und Paulus zeigt uns auf was es heißt dem Tod Frucht zu bringen wenn ich Beziehung zum Gesetz lebe.

      Deine erste Frage implementiert irgendwie dass ich als Christ beide Früchte bringen kann. Doch ich denke ich kann nur Frucht dem Tod bringen wenn ich nicht in Christus bin, wenn ich nicht glaube. Frucht dem Tod bringt jeder fleischliche Mensch ( da wir die Forderung des Gesetzes nicht halten können und folglich verdammt es uns)
      Ich frag mich was es für dich heißt Gott Frucht zu bringen (wir brauchen doch Gottes Gesetz um zu wissen was Gottes Wille ist…)
      Ich hoffe du verstehst „vom Gesetz freigeworden“ (Röm 7.6) nicht als Freiheit das zu tun was das Gesetz verbietet. (Röm 3.31, 6.1.15, 8.4)

      Die Ausdrücke von Paulus „Das sei ferne“ nach Fragen wie:

      „Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben?“(Röm 3.31)

      „Sollen wir in der Sünde verharren, damit das Maß der Gnade voll werde?“ (Röm 6.2)

      „Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind?“ (Röm 6.15)

      „Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde?“ (Röm 7.7)

      „Hat nun das Gute mir den Tod gebracht?“ (Röm 7,13)

      Ist im griechischen die stärkste Aussage zum zurückweisen einer Aussage. Mit anderen Worten sagt Paulus uns wenn jmd nur auf den Gedanken kommt, wir heben das Gesetz durch den Glauben auf oder wir können sündigen weil wir unter der Gnade stehen, dann hat er vollkommen missverstanden von was er redet. Jene Statements sollten nicht einmal in Erwägung gezogen werden.

      Wenn Paulus davon spricht, dass wir vom Gesetz frei geworden sind (Röm 7.6) dann spricht er von der Freiheit von den Geistlichen Forderungen und Strafen des Gesetzes. Im Kontext von Kapitel 7 starben wir mit Jesus als er starb und sind somit Tod für die Forderungen des Gesetzes im Gegensatz zu Ver 7

      „…so dass wir im neuen Wesen des Geistes DIENEN und nicht im alten Wesen des Buchstabens.“

      Dieses Wort „dienen“ ist im griechischen Text die Verbform von dem Nomen „Sklave“

      Das ist kein dienen, dass sich jeder aussuchen kann ob er das machen will. Es beschreibt jmd der jetzt durch die Gnade Gottes imstande ist gerecht zu Handel und es tatsächlich tut.
      Da wir ein neues Wesen sind, eine neue Schöpfung sind wir jetzt fähig Gott zu dienen (Röm 8.1-12)
      „Jetzt aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid, hab ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben. (Röm 6,22)

      Zu deiner zweiten Frage fehlen mir in bisschen die Worte weil ich deinen Punkt nicht verstehe.
      Ich habe mir die Studienbibel von JmcA zum Thema 10 Gebote durchgelesen und nirgendwo unternimmt er eine Unterteilung in moralisch und zeremoniell. Da bräuchte ich eine genauere Quelle.

      Und zu 1 Tim 1.8-9 solltest du vllt folgenden Fakt betrachten das Paulus vor Irrlehrern warnt die Gläubigen Gesetze auflegen wollen, (Beschneidung) die sie erfüllen müssen um von Gott angenommen zu sein. Für so einen Zweck ist das Gesetzt für den Gerechten aus Glauben natürlich unnütz.
      Doch Paulus spricht hier nicht von Heiligung ect. Weswegen ich deinen Verneinung von Punkt 2-4 nicht verstehe.

      Liebe Grüße
      Mike

      • Kurz und gut: du willst, dass Christen gezwungen werden, das Gute zu tun bzw. sich selbst dazu zwingen. Damit bringst du ein MÜSSEN in den Glauben. DAS ist keine Freiheit.

        Du willst Christen unter dem Gesetz halten – obwohl sie von seiner Einhaltung befreit worden sind.

        • Liebes konsequente Gnade Team. Wie ich an ihrem Kommentar lese haben sie meinen Kommentar nicht sonderlich genau gelesen, bedauerlicherweise.
          Wie ich bereits sagte:
          Bezüglich unserer Rechtfertigung, unserem Stand vor Gott, verurteilt uns das Gesetz aufgrund der Sünde in uns. Paulus, John McArthur und ich versuchen deutlich zu machen dass jeder Christ nichtmehr unter dem Gesetz steht HINSICHTLICH seiner Rechtfertigung. Er wurde in dieser Hinsicht von dem Gesetz befreit.

          Dennoch hat das Gesetz die entscheidende Wirkung in unserer Heiligung,
          die Gottes Wille für jeden Christen ist (siehe 1. Petrus) und ohne niemand den Herrn sehen wird (Hebräer 12) zu der aber jeder Christ befähigt ist durch den Heiligen Geist der in jedem Christen wohnt.

          Es geht nicht darum
          Was ein Christ tuen muss sondern was Ein Christ tuen will und oft trotzdem nicht tut weil er im Konflikt mit seinem
          Fleisch ist (Röm 7.14-25)

          Praktisch ausgesprochen ist jeder Christ von Paulus dazu aufgefordert:

          „Denn diejenigen, die gemäß [der Wesenart] des Fleisches sind, trachten nach dem, was dem Fleisch entspricht; diejenigen aber, die gemäß [der Wesenart] des Geistes sind trachten nachdem was des Geistes ist.“ (Röm 8.5)

          „Denn das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Frieden,“
          ‭‭(Römer‬ ‭8:6‬)

          „weil nämlich das Trachten des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist; denn es unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht, und kann es auch nicht;“
          ‭(‭Römer‬ ‭8:7)

          Beachten Sie bitte wie Paulus jene beschreibt die nicht in Christus sind, nicht nach dem Geist trachten sondern nach dem Fleisch:
          1. Tod (Vers 6)
          2. Feindschaft gegen Gott (Vers 7a)
          3. Unterwirft sich dem Gesetz Gottes nicht (Vers 7b)

          Folglich kann Paulus sagen dass jmd in Christus ist:

          „Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.“ (Röm 8.10)

          Jeder Christ der nicht das Bestreben hat in der Gerechtigkeit zu leben und stattdessen unter der Gnade williglich in Sünde kontinuierlich lebt ohne ihr zu widerstreben (man beachte bitte meine Wortwahl) hat nicht das Recht sich Christ zu nennen.

          Nur weil die Bibel Glaube und Werke unterscheidet, bedeutet dies keinenfalls das Glaube keine Werke, Früchte mit sich bringt!

          Liebe Grüße

          Mike

          • Es ist das eine, fehlende Genauigkeit zu unterstellen – das andere ist, sich dagegen zu wehren, dass das Gesagte treffend zusammengefasst wurde … also gut, arbeiten wir mit Zitaten aus dem letzten Kommentar „Dennoch hat das Gesetz die entscheidende Wirkung in unserer Heiligung“ und „Jeder Christ der nicht das Bestreben hat in der Gerechtigkeit zu leben und stattdessen unter der Gnade williglich in Sünde kontinuierlich lebt ohne ihr zu widerstreben (man beachte bitte meine Wortwahl) hat nicht das Recht sich Christ zu nennen“ – damit machst du deine Haltung dankbar deutlich klar. Du wehrst dich gegen alle Stellen im NT, die ein ganz anderes Bild vom Gesetz zeichnen, als du es hier vermitteln willst. Deine Annahme ist „das Gesetz hilft dem Christen“ – und diese Annahme ist falsch

  12. Hallo Mike,

    Zitat von dir:
    wir brauchen doch Gottes Gesetz um zu wissen was Gottes Wille ist…

    Frage:
    Brauchte Isaak Hagar, um zu wissen, was Abrahams Wille war?

    Liebe Grüße
    Peter

    • Ein großes „Aha“-Erlebnis für mich war, zu verstehen, was das „Fleisch“ ist, bzw. „fleischlich gesinnt sein“.
      Uns wird von klein auf in jeder Gemeinde eingetrichtert, „Fleisch“ = Sünde. Besonders die Verbindung zur Sexualität wird hervorgehoben. Wer kennt nicht die Darstellung von Eva als laszive Verführerin, die Adam die sinnlich aussehende, lüstern triefende Frucht unter die Nase hält?
      Aber ging es denn hier wirklich um Sex? Kein bisschen! Den konnten sie, als von Gott selbst getrautes Paar, haben wie und wann sie wollten! Ging es um eine besonders leckere Frucht? Wo sollte das bitte in der Bibel stehen? Nirgends!
      Es ging einzig und allein um die „Frucht der Erkenntnis des Guten und des Bösen“! Es ging darum: „wenn ich das Gesetz Gottes verstehe und meistere, kann ich sein wie Gott, habe ich Macht, brauch mich ihm nicht mehr unterzuordnen!“ Es ging um die Position, die Stellung im Universum, um blinde Überheblichckeit.
      Die fleischliche Natur des Menschen ist sein Eigenwille, sein Stolz es so gut wie oder besser zu machen als Gott selbst! Die Gesetze Gottes halten zu wollen, es ihm zeigen zu wollen! Seine eigenen Gesetze machen zu wollen, ja sogar Gott vorschreiben zu wollen, wie er zu sein hat (Religiosität!). Daraus erst folgen alle anderen Sünden und Verfehlungen.
      So denke ich, meint Paulus das „fleischlich“ gesinnt sein – als Stolz, gefährliche Überheblichkeit des Menschen im Gesetzlichen!
      Ich bin selbst in diese Falle getappt. Mir und anderen Vorschriften zu machen, an allem rumzunörgeln – und man hat damit ja recht! Niemand kann es je schaffen „es gut“ zu machen. (Römer 3, 9-28). Hier sieht man auch, dass Paulus den Begriff „Gesetz“ unterschiedlich gebraucht: „…duch das Gesetz der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.“ (Röm 3, 27)
      Unser Fleisch (Stolz) drängt uns dazu, das Gesetz selbst erfüllen zu wollen – woran wir scheitern MÜSSEN! Der Glaube hält sich an Jesus Christus, der für uns das Gesetz erfüllt und die gesamte Strafe aller unserer Übertretungen auf sich genommen und uns frei gekauft hat!

      Sobald ich bekehrt bin, bin ich vor Gott gerecht!
      Der heilige Geist in mir tröstet mich, heilt meine Verletzungen, die ich mir in der Welt zugezogen habe und leitet mich auf eine sanfte Weise. Ich bin nun nicht mehr von der Welt aber in der Welt, die mich weiter beeinflusst, deshalb sündige ich auch hin und wieder, aber ich weiß, dass ich gerecht gesprochen und frei bin, weil Jesus alle Schuld für mich bezahlt hat. Und Gott schenkt mir das Wollen und das Können, sein Geist treibt mich in Freude an, immer im Bewußtsein, sein geliebtes Kind zu sein.

      • Oh, verzeiht bitte – ohne es zu wollen hab ich Quatsch erzählt (ein perfektes Beispiel für ein „fleischliches“ Verhalten!!! 🙂
        Warum wir sündigen hat Paulus besser geschildert, als ich (Röm 7, 14-25):

        „Das Gesetz ist durch Gottes Geist gegeben worden, das wissen wir. Ich aber bin meiner eigenen Natur ausgeliefert; ich bin an die Sünde verkauft und ihr unterworfen.
        15 Ich verstehe selbst nicht, warum ich so handle, wie ich handle. Denn ich tue nicht das, was ich tun will; im Gegenteil, ich tue das, was ich verabscheue.
        16 Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann gebe ich damit dem Gesetz recht und heiße es gut.
        17 Und das bedeutet: Der, der handelt, bin nicht mehr ich, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
        18 Ich weiß ja, dass in mir, das heißt in meiner eigenen Natur, nichts Gutes wohnt. Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun.
        19 Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht tun will.
        20 Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann handle nicht mehr ich selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
        21 Ich stelle also folgende Gesetzmäßigkeit bei mir fest: So sehr ich das Richtige tun will – was bei mir zustande kommt, ist das Böse.
        22 Zwar stimme ich meiner innersten Überzeugung nach dem Gesetz Gottes mit Freude zu,
        23 doch in meinem Handeln sehe ich ein anderes Gesetz am Werk. Es steht im Kampf mit dem Gesetz, dem ich innerlich zustimme, und macht mich zu seinem Gefangenen. Darum stehe ich nun unter dem Gesetz der Sünde, und mein Handeln wird von diesem Gesetz bestimmt.
        24 Ich unglückseliger Mensch! Mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wird mich denn niemand aus diesem elenden Zustand befreien?
        25 Doch! Und dafür danke ich Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Es gilt also beides: Während ich meiner innersten Überzeugung nach dem Gesetz Gottes diene, bin ich doch gleichzeitig, so wie ich von Natur aus bin, an das Gesetz der Sünde versklavt.“

        und schaut mal, wie herrlich es weiter geht (Röm 8, 1-5):

        „Müssen wir denn nun noch damit rechnen, verurteilt zu werden? Nein, für die, die mit Jesus Christus verbunden sind, gibt es keine Verurteilung mehr.
        2 Denn wenn du mit Jesus Christus verbunden bist, bist du nicht mehr unter dem Gesetz der Sünde und des Todes; das Gesetz des Geistes, der lebendig macht, hat dich davon befreit.
        3 Das Gesetz des Mose war dazu nicht imstande; es scheiterte am Widerstand der menschlichen Natur. Deshalb hat Gott als Antwort auf die Sünde seinen eigenen Sohn gesandt. Dieser war der sündigen Menschheit insofern gleich, als er ein Mensch von Fleisch und Blut war, und indem Gott an ihm das Urteil über die Sünde vollzog, vollzog er es an der menschlichen Natur.
        4 So kann sich nun in unserem Leben die Gerechtigkeit verwirklichen, die das Gesetz fordert, und zwar dadurch, dass wir uns vom Geist ´Gottes` bestimmen lassen und nicht mehr von unserer eigenen Natur.
        5 Wer sich von seiner eigenen Natur bestimmen lässt, dessen Leben ist auf das ausgerichtet, was die eigene Natur will; wer sich vom Geist ´Gottes` bestimmen lässt, ist auf das ausgerichtet, was der Geist will.“

        Friede sei mit euch!

  13. Hallo ihr Lieben,

    das wird ja immer länger hier…

    @ Mike: Du hättest Recht, wenn „die Sünde“ immer noch das Brechen der 10 Gebote wäre. Ist sie aber nicht mehr, weil Jesus das Gesetz („nomos“ = das mosaische Gesetz) erfüllt hat!
    „Die Sünde“ ist jetzt, im neuen Bund, anders definiert:

    Jesus selbst sagte:
    Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben (Joh 16,9)

    Paulus schreibt:
    Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde. (Röm 14,23)

    Johannes:
    … die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. (1. Joh 3,4)
    Jede Ungerechtigkeit ist Sünde (1. Joh 5,17)

    Jakobus:
    Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde. (Jak 4,17)

    Der Schreiber des Hebräerbriefs:
    Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei, im Abfall vom lebendigen Gott, (Hebr 3,12)

    Es geht bei all diesen Stellen nicht ein einziges mal um das auf Steinplatten geschriebene mosaische Gesetz!

    1. Joh 3,4 („die Sünde ist die Gesetzlosigkeit“) ist vielleicht noch am missverständlichsten:
    Gemeint ist, wenn Gott jemandem noch nicht das Gesetz in Sinn und Herz gegeben/geschrieben hat! Denn genau so wurde der neue Bund in Jeremia 31 angekündigt!

    Die Sünde im neuen Bund ist es, nicht an Jesus zu glauben – und gar nichts anderes! Für einen Gläubigen geht es NICHT MEHR um die 10 Gebote!

    LG
    Peter

  14. Lieber Peter D.
    Wenn man den Kontext von 1 Johannes vollkommen ignoriert, wenn man den Hintergrund des Briefes ignoriert, die Intension des Autors und nicht versucht zu verstehen wie die erste Hörerschaft diesen Brief verstehen sollte. Ja dann kommt man durchaus zu der absurden Feststellung wie deiner.

    Wie gesagt wenn man die Differenzierung zwischen Rechtfertigung und Heiligung vollkommen ignoriert (was die Schreiber des NT durchgängig NICHT taten, besonders Paulus) kommt man zu solchen schrecklichen Irrlehren, dass das Gesetz Gottes 0,0 Relevanz in irgendeinem Lebensbereich eines Christen habe. Mir ist klar das ich des gleichen beschuldigt werde. Nur hat einer von uns beiden es nötig Stellen aus dem kompletten Kontext eines Briefes zu reißen um zu den jeweiligen Aussagen zu kommen. Muss jeder selbst verantworten.

    • Aus der völlig richtigen Differenzierung zwischen Rechtfertigung (aus Gnade und ohne Gesetzeswerke) und Heiligung (aus Gnade und ohne Beitrag des Gesetzes) folgt eben KEINE Relevanz des Gesetzes. Relevant ist das Gesetz nur für den Christen, der die zahlreichen Stellen über die Freiheit vom Gesetz ignoriert und weiterhin auf der Geltung des Gesetzes für den Gläubigen beharrt. Und dabei noch das Gesetz auf die 10 Gebote verkürzt.

      Zum 1.Johannesbrief, der oft fehl gedeutet wird, siehe etwa https://konsequentegnade.wordpress.com/bibelstellen/1-johannesbrief-kapitel-2/ oder https://konsequentegnade.wordpress.com/bibelstellen/1-johannesbrief-kapitel-31-10/ … dann reden wir noch mal über „Kontext“

      • Der 2.te Bericht sagt folgendes:

        „Wir sind aus Gott geboren – wir sind nicht bloß umbenannt worden. Unsere Natur hat sich verändert. Wir haben ein Neues Herz. Dieses Herz ist nicht mehr das alte. U.a. sind im Fähigkeiten abhanden gekommen. Die Quelle für andauerndes und ständiges Sündigen ist versiegt.

        Die Fähigkeit zum Sündigen wie bei einem Ungläubigen ist den aus Gott Geborenen, seinen Kindern, abhanden gekommen: sie können es nicht mehr so wie früher. Es fehlt ihnen dazu die Fähigkeit. Immer ist irgendwas: es macht nicht mehr so einen Spaß … oder man hat ein schlechtes Gewissen … oder man fühlt sich einfach unwohl dabei … es ergeben sich keine Gelegenheiten … wir sind mit anderem beschäftigt … wir tun die Gerechtigkeit. Sündigen ist nun einfach nicht mehr unsere Lieblingssportart, in der wir richtig gut sind – wir haben nun ein Handicap.“

        Ich schrieb:

        „Jeder Christ der nicht das Bestreben hat in der Gerechtigkeit zu leben und stattdessen unter der Gnade williglich in Sünde kontinuierlich lebt ohne ihr zu widerstreben (man beachte bitte meine Wortwahl) hat nicht das Recht sich Christ zu nennen.“

        Meine Frage ist:

        Hat der Mensch der sich Christ nennt, dem aber seine Lieblingssportart immernoch Sünde ist, dem seine Quelle für andauerndes und ständiges Sündigen nicht versiegelt ist, dem alles andere als unwohl dabei wird und genauso viel Spaß wie davor hat beim sündigen und überhaupt nicht damit beschäftigt ist in Gerechtigkeit zu wandeln das Recht sich Christ zu nennen?

        Wenn ja, dann würde mich interessieren wie du deinen gesendeten Artikel verstehst

        Wenn nein, dann ist das doch das gleiche was ich sagte…

        • Hi Mike,

          ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was du meinst mit:

          „Bestreben hat in der Gerechtigkeit zu leben“

          und

          „williglich in Sünde kontinuierlich lebt ohne ihr zu widerstreben“.

          Zu 1)
          2. Kor 5,21 ist doch eindeutig:
          Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

          Zu 2)
          Ist das ne Anspielung auf Hebräer 10, 26 „Denn wenn wir mutwillig (King James.: wilfully) sündigen…“ ?
          Damit ist gemeint, wider besseres Wissen „das Blut Jesu für gemein zu erachten“ (V.29) – durch Rückkehr zum alttestamentlichen Opferdienst bzw. zu Synagogen-Besuchen und dafür die eigene (christliche) Versammlung zu verlassen (V.25) etc.

          • Mal losgelöst von meinem Kommentar, ich will bei dem bleiben was du mir gesendet hast.

            Kann sich jmd Christ nennen dem seine Lieblingssportart immernoch Sünde ist, dem seine Quelle für andauerndes und ständiges Sündigen nicht versiegelt ist, dem alles andere als unwohl dabei wird und genauso viel Spaß wie davor hat beim sündigen und überhaupt nicht damit beschäftigt ist Gerfchtigkeit auszuüben?

        • Die Aussage ist eben: ein Christ sündigt deshalb nicht mehr andauernd und ständig – weil er kein Sünder mehr ist (seiner Natur nach). Das „Widerstreben“ oder Kämpfen gegen die Sünde ist etwas, was du dem biblischen Befund hinzufügst (und viele andere leider auch). Die Antwort auf Sündigen ist Gnade – nicht Nicht-Sündigen.

          • Genau das ist es – voll auf den Punkt. Vielen Dank!
            Ein guter Baum bringt gute, ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte.

          • Und die guten Bäume, die Probleme kriegen, sind die, die ständig diese Ratgeber darüber lesen, wie man schlechte Frucht vermeidet – und was man alles tun und vermeiden muss, damit man gute Frucht bringt 😉

  15. Au Mann… Mike,

    wenn du die Kraft des heiligen Geistes kennen würdest, würdest du so ne Frage gar nicht stellen!

    Wenn du so ne „Lieblingssünde“ hast, gegen die du ankämpfst:
    Hatte ich auch, 25 Jahre gekämpft… bei mir war’s Pornografie. Trotz all meiner Bemühungen immer wieder mal gefallen an dem Punkt.Verdammnis-Gefühle. Bußgebete…

    Seit inzwischen über 2 Jahren oder so (ich zähle es nicht) komplett frei – einfach überhaupt kein Verlangen mehr. Jede Anziehung, die das mal auf mich hatte, ist einfach weg.
    Wen der Sohn frei macht, der ist wirklich frei… bleibt nichts zu sagen außer: Danke!

    Das Rezept war, ehrlich zu werden vor Gott: „Vater, ich kann es nicht, nur du kannst es. Ich will es noch nichtmal wirklich lassen. In mir ist etwas, das das Zeug mag. Aber ich danke dir, dass du mich nicht verurteilst, weil du bereits Jesus verurteilt hast.“
    Dazu das Bekenntnis: „Es steht geschrieben: Ich bin die Gerechtigkeit Gottes in Christus Jesus“
    Und die Kraft der Sünde in dem Bereich war gebrochen. Und zwar vollständig.
    Und das war nur der Anfang.

    Ich hatte früher ständig existenzielle Ängste (als Selbständiger) um die finanzielle Versorgung meiner Familie: Ich ruhe jetzt viel mehr in seiner Ruhe, weil ich weiß (und es auch erlebe), dass er sich kümmert. Wenn man das Bild eines strafenden Gottes vor Augen hat – und das hat man mit dem Gesetz im Hinterkopf immer (ich weiß, woher ich komme und wovon ich rede…) – ja, dann ist das Ruhen in ihm unmöglich.

    Heilsgewissheit: Auch so ein Punkt. Heute 100%. Früher wusste ich das nie so ganz genau – obwohl man sowas als „guter Christ“ ja niemals öffentlich zugeben würde…
    Auch ein Anzeichen, das die Bibel nennt für wiedergeborene Gotteskinder: Man freut sich aufrichtig auf die Entrückung! („die die Erscheinung des Herrn lieben“)
    Sie ist jetzt für mich die schönste Vorstellung überhaupt. Früher hatte ich davor immer Angst gehabt… „ob ich dabei sein werde?!“

    Zukunftsängste (politische Situation etc.): Paff, einfach weg…

    Gottes Reden hören: Eine (gefühlte) Steigerung um das ca. 20-fache.

    Ich könnte noch weiter machen…

    So lange noch ein kleines bisschen Gesetz (Selbstgerechtigkeit, eigene Leistung, eigener Beitrag) drin ist, ist die Gnade nicht die Gnade. Und Jesus lässt uns machen, er drängt sich nicht auf. Er hat die Geduld zu warten, bis wir völlig am Ende unserer eigenen Kraft angekommen sind. Und dann schnippt er nur einmal mit dem Finger -> und die Veränderung ist einfach da.
    Bis dahin sagt er nur: „Na, dann streng dich mal an: Verleugne dich selbst, trag dein Kreuz, gib alles auf „für“ Gott, LIEBE Gott aus DEINER ganzen KRAFT…“ (das ist die Zusammenfassung des Gesetzes).
    Und wenn wir schließlich endlich anerkennen, dass wir’s nicht können, dann macht er. Und das ist wirklich cool.

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