Gerade wenn wir uns mit Themen wie Gemeindezucht oder „Ermahnung“ beschäftigen, können wir schnell vergessen, daß wir einander vor allem helfen und beistehen sollen. Die Schreiber der Briefe konkretisieren dadurch, was Liebe ist – betonen aber natürlich auch das allgemein formulierte Liebes-„Gebot“, ohne konkreter zu werden. Denn ihre damaligen Zuhörer wußten, was gemeint war.

Lieben heißt

  • einander respektieren
  • einander ertragen
  • einander vergeben
  • einander nicht richten
  • gütig und mitleidig zueinander sein
  • einander ermuntern
  • aufeinander achthaben
  • einander unterordnen
  • Gemeinschaft miteinander haben

Unsere hauptsächliches Verhalten miteinander (vorausgesetzt, wir haben etwas empfangen und damit etwas zu geben) ist also nicht Konfrontation, Ausschluß und Öffentlich-Machen von Sünde.

Röm 12,10 In der Bruderliebe seid herzlich zueinander, in Ehrerbietung [gebt euch Respekt!] einer dem anderen vorangehend;
Röm 13,8 Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt.
Röm 14,13 Lasst uns nun nicht mehr einander richten, sondern haltet vielmehr das für recht, dem Bruder keinen Anstoß oder kein Ärgernis zu geben!
Röm 15,7 Deshalb nehmt einander auf, wie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit!

Röm 16,16 Grüßt einander mit heiligem Kuss! … [bitte nicht vergessen: Kopieren von Verhalten ist sinnlos! ]

1Kor 11,33 Daher, meine Brüder, wenn ihr zusammenkommt, um zu essen, so wartet aufeinander!
1Kor 12,25 damit keine Spaltung im Leib sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge füreinander hätten.
Gal 5,13 Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder. Nur gebraucht nicht die Freiheit als Anlass für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe!
Eph 4,2 mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander in Liebe ertragend!
Eph 4,32 Seid aber zueinander gütig, mitleidig, und vergebt einander, so wie auch Gott in Christus euch vergeben hat!
Eph 5,21 Ordnet euch einander unter [also jeder jedem!] in der Furcht Christi,
Kol 3,9 Belügt einander nicht [sagt ruhig, wie es wirklich aussieht in euren Leben],da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen (habt)
Kol 3,13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!
1Thess 4,18 So ermuntert nun einander mit diesen Worten!
1Thess 5,11 Deshalb ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie ihr auch tut!
1Thess 5,13 … Haltet Frieden untereinander [und zwar nicht, indem ihr alles unter den Teppich kehrt und so tut, als gäbe es keine Konflikte]!
1Thess 5,15  … strebt allezeit dem Guten nach gegeneinander und gegen alle!
Hebr 3,13 sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es „heute“ heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde!
Hebr 10,24 und lasst uns aufeinander achthaben, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzureizen,
Hebr 10,25 indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei einigen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und das umso mehr, je mehr ihr den Tag herannahen seht!
Jak 4,11 Redet nicht schlecht übereinander, Brüder [sondern redet direkt miteinander, wenn euch was nicht paßt am anderen]! Wer über einen Bruder schlecht redet oder seinen Bruder richtet, redet schlecht über das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Täter des Gesetzes, sondern ein Richter.
Jak 5,9 Seufzt nicht gegeneinander, Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet! Siehe, der Richter steht vor der Tür.
Jak 5,16 Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.
1Petr 1,22 Da ihr eure Seelen durch den Gehorsam gegen die Wahrheit zur ungeheuchelten Bruderliebe gereinigt habt, so liebt einander anhaltend, aus reinem Herzen!
1Petr 4,8 Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden.
1Petr 4,9 Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren!
1Petr 4,10 Wie jeder eine Gnadengabe empfangen hat, so dient damit einander als gute Verwalter der verschiedenartigen Gnade Gottes!
1Petr 5,5 Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber umkleidet euch mit Demut im Umgang miteinander! Denn „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade“.
1Joh 1,7 Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von jeder Sünde.
1Joh 3,11 Denn dies ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, dass wir einander lieben sollen.
1Joh 4,7 Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott.
1Joh 4,11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben.
2Joh 5 Und nun bitte ich dich, Herrin, – nicht als schriebe ich dir ein neues Gebot, sondern das, welches wir von Anfang an gehabt haben: dass wir einander lieben.

Es ist also nicht die beste Hilfe, denen unter uns mit Problemen nicht zu helfen und ihr Verhalten einfach „Sünde“ zu nennen.

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    • Solange die mit Problemen die anderen nicht beeinträchtigen, könnte man etwas ganz unfrommes tun: sie bezüglich ihrer Probleme in Ruhe lassen und ihnen ein guter Freund / eine gute Freundin sein (wenn sie uns denn sympathisch sind) bzw. das Einander-Programm auch ihnen weiterhin zukommen zu lassen.

      Denn die mit den Problemen – das sind wir alle 😉

      … und nicht allen, die Hilfe brauchen, können wir auch kompetent und schnell helfen (so dass eine rasche Veränderung sichtbar wird). Wer sich (angeblich) nicht helfen lassen will, spürt vielleicht auch, dass die vermeintlichen „Helfer“ selbst ein wenig hilflos sind (bzw. nur Gesetz und Anstrengung zu bieten haben)

      • „Solange die mit Problemen die anderen nicht beeinträchtigen, könnte man etwas ganz unfrommes tun: sie bezüglich ihrer Probleme in Ruhe lassen und ihnen ein guter Freund / eine gute Freundin sein (wenn sie uns denn sympathisch sind) bzw. das Einander-Programm auch ihnen weiterhin zukommen zu lassen.“

        Das halte ich für einen gar nicht unfrommen Vorschlag 🙂 Grundsätzlich gilt für mich immer die Abfolge: Erst einmal beten und abwarten (Tee trinken kann man dabei natürlich auch noch). Denn: Nicht ich löse das Problem oder „helfe“ dem anderen, sondern Jesus. Wirkliche geistliche Veränderung kommt nicht durch „1000 tolle Tipps ein toller Christ zu sein“, sondern durch das Wirken des Geistes Gottes am Herzen der Betreffenden.

        „Denn die mit den Problemen – das sind wir alle ;-)“
        Nee echt?`:-)

        „Wer sich (angeblich) nicht helfen lassen will, spürt vielleicht auch, dass die vermeintlichen “Helfer” selbst ein wenig hilflos sind (bzw. nur Gesetz und Anstrengung zu bieten haben).“

        Ein guter Impuls, auf dem ich weiter „herumkauen“ werde. Thanks!

  1. Das mit dem Thema „einander“ und die Art daraus eine Botschaft zu machen praktiziert übrigens Wayne Jacobsen bereits seit Jahren. Ich hoffe es ist hier nicht nur von ihm abgeschrieben. 🙂

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