Es gibt wohl kaum ein Gleichnis, das so oft mißbraucht wird, um Christen damit Angst zu machen, wie das Gleichnis von den zehn Jungfrauen.

1 Dann [bestimmt den Zeitraum: die letzten Tage] wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und hinausgingen, dem Bräutigam entgegen.
2 Fünf aber von ihnen waren töricht und fünf klug.
3 Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich;
4 die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen.
5 Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, ihm entgegen!
7 Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen.
8 Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl! Denn unsere Lampen erlöschen.
9 Die Klugen aber antworteten und sagten: Nein, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche! Geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft für euch selbst!
10 Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen.
11 Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, öffne uns!
12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht.
13 So wacht nun! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

Dabei wird schnell vergessen, daß es sich um ein GLEICHNIS handelt. Zumindest einige der erwähnten Dinge stehen für etwas anderes (aber eben nicht alle – das Gleichnis ist keine Allegorie!). Jesus führt das selbst vor, wenn er in Markus 4 das Gleichnis vom Sämann auslegt. Zumindest für dieses Gleichnis sind dem munteren Auslegen entlang der eigenen Lieblingstheologie enge Grenzen gesetzt. Bei anderen Gleichnissen ist das leider nicht so.

Das Gleichnis ist Teil der sogenannten Endzeitreden von Jesus, die sich auf einen speziellen Zeitraum in der Geschichte beziehen (die Große Trübsal) und die den Lesern in diesem Zeitraum sicherlich einiges sagen werden. Jesus definiert diesen Zeitraum so: (Matthäus 24,15.16) „Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, der merke auf! -, dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen“. Ohne hier in endzeitliche Debatten einsteigen zu wollen, macht die zeitliche Angabe (Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte) und die geographische Information (Judäa) klar, dass die Gültigkeit der folgenden Gleichnisse nicht bereits für unsere Zeit und alle Orte der Welt gegeben ist. Das Reich Gottes hat hier einen anderen Charakter (Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht, von den 10 Jungfrauen, von den anvertrauten Talenten) als sonst in den entsprechenden Reich-Gottes-Gleichnissen – weil sich die Gleichnisse eben auf einen anderen Abschnitt in der Heilszeit beziehen. Das Wort „Dann“ im Vers 1 bestimmt den Zeitraum, für den das Gleichnis Bedeutung hat – und es ist nicht der Zeitraum, in dem wir jetzt leben.

Nun zu unserem Gleichnis von den zehn Jungfrauen und seinen vorschnellen Auslegungen (die fast alle davon leben, die 10 Jungfrauen ständen irgendwie für die Gemeinde Jesu in unserer Zeit oder für Namens- und echte Christen), die im Brustton der Überzeugung vorgetragen werden (ein kleiner Überblick zu den Auslegungen hier):

  • was ist das zentrale Element des Gleichnisses? Bedeutet jeder Teil etwas Bestimmtes? Ist das Öl zentral? Sind es die Jungfrauen? Das törichte Verhalten? Das kluge? Der Bräutigam? Sein plötzliches Kommen?
  • Eine Reihe von Auslegern meint etwa, das Öl stehe für den Heiligen Geist. Warum kann man dann aber zu den Verkäufern gehen und sich welches nachkaufen? (Vers 9) Und was würde das bedeuten? Und die törichten hatten ja durchaus zusätzliches Öl – aber sie nahmen es aber nicht mit (Vers 2). Dann gab es also keinen Mangel an Geist (stünde das Öl für den Geist) – sondern einen Mangel an Klugheit bzw. Voraussicht.
  • dann halten es viele Ausleger für selbstverständlich, daß die Jungfrauen für Christen stehen – wobei es dann also kluge und törichte gäbe; und welche, die draußen bleiben und bei der Hochzeit nicht dabei sind. Für diese Deutung läßt man Dutzende andere Bibelstellen hopps gehen, die eindeutig etwas anderes lehren bezüglich unserer Errettung und unserer Verbundenheit mit Jesus. Aber genau diese Stellen will man ja auch kippen, damit sich Christen ihrer Errettung und der Liebe Gottes zu ihnen nicht sicher sind. Diese Sicherheit – meint man – sorge für Bequemlichkeit und mangelnden Eifer.
  • oder man sagt, die klugen Jungfrauen stehen für Christen und die törichten für Namenschristen – nur warum haben dann beide Öl in ihren Lampen? Und warum könnten beide Gruppen noch Öl in Gefäßen mitnehmen? Es unterscheidet sie also nicht der Zugang zum Öl, sondern eine Charaktereigenschaft
  • das Reich Gottes ist nicht wie die 5 klugen Jungfrauen, sondern wie alle 10!
  • normalerweise stände die Braut doch für die Gemeinde Jesu und der Bräutigam für Jesus
  • für wen oder was stehen die Jungfrauen, wenn die Braut die Gemeinde ist? Eigentlich sind sie die Freundinnen der Braut
  • um welchen Teil der jüdischen Hochzeit handelt es sich? Denn diese lief anders ab als die uns bekannten, erstreckte sich in ihren Bestandteilen über einen Zeitraum von Monaten oder Jahren
  • wer es überhaupt Teil der damaligen jüdischen Hochzeit, dass die Freundinnen der Braut dem Bräutigam entgegen gehen?
  • was war eigentlich die Aufgabe dieser Jungfrauen im Gleichnis? Und bei einer wirklichen jüdischen Hochzeit? Leuchten sie den Weg aus für den Bräutigam?  Leuchten sie den Raum aus, in dem gefeiert wird? Wenn ja, dann haben fünf gereicht im Gleichnis.
  • Und eine sehr wichtige Frage: Wer sagt denn eigentlich, daß die 5 Törichten Öl für ihre Lampen gebraucht hätten? War das der Anspruch der 5 Törichten? Ist das ihr eigentliches Problem? „Ich muß so und so sein, um dem Bräutigam zu genügen“? Warum haben sie nicht einfach ohne brennende Lampen dem Bräutigam entgegen gegangen?
  • Die 5 Klugen sind vielleicht auch nicht besser: sie wollen ihr Öl nicht teilen und geben einen gefährlichen Ratschlag, durch den die 5 anderen zu spät zur Feier kommen. Wenn Jesus der Bräutigam ist, dann kennen ihn beide Gruppen nicht besonders gut – auch die 5 Klugen nicht (wenn sie solche Ratschläge geben!)
  • Wieso ziehen die Törichten los und versuchen um Mitternacht (Vers 6) noch Öl zu kaufen? Bei wem? Und war dieser Versuch erfolgreich? Das erledigt jede Deutung, es handle sich beim Öl um den Heiligen Geist oder um die geistliche Neugeburt
  • Was ist das Törichte an den törichten Jungfrauen? Dass sie kein zusätzliches Öl mitnehmen? Dass sie denken, der Bräutigam käme zur vorgesehen Zeit? Dass sie also meinten, sie wüßten schon, wie alles läuft? Woher kam ihr törichtes Denken? Wurde es durch irgendetwas begünstigt oder verursacht?
  • Wer sagt eigentlich, dass der Ausschluß von der Hochzeitsfeier gleichzusetzen ist mit Ausschluß von der Erlösung bzw. Verdammnis? Die Hochzeitsfeier ist nicht die Trauung (die fand einige Zeit vorher statt) – und geheiratet wird die Braut, nicht die Jungfrauen.
  • Warum kennt der Bräutigum die 5 törichten Jungfrauen nicht? Und kannte er die 5 Klugen? Gibt es eine Parallele zu Matthäus 7?
  • was soll man aus all dem schlußfolgern, wenn es um das Wachen (Vers 13) geht? Insbesondere deswegen, weil ja alle Jungfrauen einschlafen

Wenn man ein Gleichnis von Jesus nicht schlüssig auslegen kann, sollte man besser den Mund halten. Und das tun wir mal jetzt – und unterscheiden uns damit hoffentlich wohltuend von einer Menge Schlaumeier aller Coloeur.

Ein Hinweis sei aber gestattet: kommen wir vor in diesem Gleichnis, wenn man es allegorisch auslegen will? Ja – dann wir sind die Braut bzw. gehören zur Braut (der Gemeinde). Und über die sagt uns dieses Gleichnis nichts.

Siehe dazu auch http://www.mitternachtsruf.ch/files/zeitschrift/pdf/NAI-2002-07-NL%205-9.pdf (wobei wir natürlich nur den Teil meinen, der sich auf das Gleichnis bezieht – nicht die endzeitliche Zeitungs-Exegese)

Und bedenkenswert ist vielleicht auch folgendes Detail: das griechische Wort für töricht ist moros. Es kommt vor in Tit 3,9Törichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien und gesetzliche Streitigkeiten vermeide! Denn sie sind unnütz und wertlos“ und in Gal 3,1Unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde?“ In beiden Fällen handelt es sich die Wirkung des Gesetzes auf das Leben des Menschen.

… wir haben die Kommentarfunktion für diesen Beitrag erst einmal gesperrt und bitten um Verständnis: die Vorstellung, die 10 Jungfrauen ständen irgendwie für die Gemeinde in dieser Zeit, ist einfach tief verankert.

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  1. Sehr gute kritische Anmerkungen zu vielen gängigen Auslegungen, wie ich finde. Auch Hut ab vor der Entscheidung, lieber gar keine Auslegung zu posten als eine unschlüssige. Trotzdem meine ich, dass das Gleichnis nicht ohne Verständnis bleiben muss. Dieses wird freilich schwierig zu erlangen sein, wenn man versucht, jedem Element der Geschichte eine eigene spezielle „Übertragungs-Bedeutung“ beizumessen. Dabei wird dann häufig nicht mehr nach der einen eigentlichen Haupt-Aussage, dem Schlüssel gesucht. Nach meiner Überzeugung hängt der Schlüssel stark mit der Aufforderung Jesu und ihrer Begründung am Ende (Vers 13) zusammen.

    Wenn Jesus zur „Wachsamkeit“ aufruft, obwohl auch die klugen Jungfrauen „einschlafen“, muss zwischen der Art des geforderten „Wachens“ und dem offensichtlich nicht zu kritisierenden „Schlaf“ der Jungfrauen ein gewichtiger Unterschied bestehen. Nehmen wir einmal an, mit dem „Schlaf“ deutet Jesus an, dass die auf den Bräutigam wartenden (im übertragenen Sinn) „verschlafen“ (also sterben), bevor er kommt, und erst dann wieder „auferweckt“ werden, wenn der Ruf „der Bräutigam kommt“ ertönt. Dann macht es Sinn, dass die „Törichten“ nichts mehr nachholen können, was sie zuvor im Leben versäumt haben. Öl um Mitternacht nachzukaufen könnte bewusst als absurdes Unterfangen aufgeführt sein, ebenso wie das Ansinnen, dann noch eigene Defizite durch die „Vorräte“ anderer ausgleichen lassen zu wollen.

    Im Kontext der im Kapitel 24 gehaltenen „Endzeitrede“ spricht Jesus in dem Gleichnis zuvor von dem „klugen“ Knecht, der bei der Wiederkunft des Herrn dabei „erwischt“ wird, genau das zu tun, was ihm aufgetragen wurde. Der „törichte“ Knecht hingegen rechnet nicht mit der baldigen Wiederkunft, und wird von ihr böse überrascht (vgl. Matthäus 24, 45 – 51). Hier kommt es also darauf an, täglich mit der Wiederkunft zu rechnen, denn wir kennen den Zeitpunkt nicht.

    Im Gleichnis von den 10 Jungfrauen hingegen geht es darum, damit zu rechnen, dass die Wiederkunft auch noch sehr lange dauern kann, vielleicht sogar erst nach meinem persönlichen Tod stattfindet (die damaligen Zuhörer sind jedenfalls inzwischen ausnahmslos verstorben). Da ich den Zeitpunkt nicht kenne, gilt es, meinen Glauben so „auszurichten“, dass er auch dann nicht „erlischt“, wenn ich alt werden und vor Jesu Wiederkunft „verschlafen“ sollte. Die törichten Jungfrauen waren nicht darauf eingestellt, dass der Bräutigam so spät kommt, obwohl es dem Zuhörer damals sicher ganz „normal“ erschien, dass so etwas bis Mitternacht dauern kann. Zusätzliches Öl mitzunehmen ist also keine absurde oder fast unmöglich zu erfüllende Forderung, sondern es nicht zu tun war für jeden ersichtlich „einfach nur dumm“.

    Beide Gleichnisse zusammen zeigen wesentliche Aspekte auf, wie wir mit dem Wissen über die bevorstehende Wiederkunft Jesu umgehen sollen: Einerseits jeden Tag damit rechnen, aber gleichzeitig auch darauf eingestellt sein, dass es noch eine lange Zeit dauern kann, denn „wir wissen weder den Tag noch die Stunde“…

  2. nur ein paar Gedanken 🙂 :
    Ich denke schon, dass die Gemeinde gemeint ist – es ist ja eben ein Gleichnis. Es gibt noch andere Stellen wie 2. Kor. 11,2…
    Das Sterben ist mit Einschlafen nicht gemeint, sonst würden wenn der Herr kommt nur die 5 Törichten erwachen, die anderen wären schon vorher bei ihm.
    Es geht vermutlich, wie auch Charly61 sagt nicht in erster Linie um das Öl, sondern um das Wachen. Der Herr fordert uns nicht auf „Schaut bloß zu, dass ihr genug Öl dabei habt, sonst…!“ Wer weiß schon ob er wirklich genug hat?? Vermutlich meinten die 5 aber genau das törichterweise… – wir sind ja so reich und brauchen nichts!
    Sondern er sagt einfach nur: „Wacht!“
    Wenn die Törichten wach geblieben wären, dann hätten sie wahrscheinlich noch rechtzeitig bemerkt, dass die Flamme in der Lampe immer kleiner wird und sie hätten noch genug Zeit gehabt nachzukaufen bevor der Ruf kam. Also eher eine Ermutigung Mangel zu erkennen (und nicht so zu tun als hätten wir genug) ….und Öl nachzukaufen (von IHM), der ja auch vorhanden ist.

  3. Wenn dem so wäre, hätte der Herr in der Offenbarung nicht an 7 Gemeinden schreiben müssen, denn es gibt ja nur die EINE. 🙂

    Lampen, Licht, Leuchter bezieht sich so weit ich das überschauen kann immer auf die Gemeinde.

    Es gibt auch noch so ähnliche Stellen wie Lukas 12,35 ff. :

    35 Eure Lenden sollen umgürtet und die Lampen brennend sein!
    36 Und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen mag von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich öffnen.
    37 Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen.
    38 Und wenn er in der zweiten Wache und wenn er in der dritten Wache kommt und findet sie so – glückselig sind jene!
    39 Dies aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, so hätte er gewacht und nicht erlaubt, dass sein Haus durchgraben würde.
    40 Auch ihr, seid bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt in der Stunde, da ihr es nicht meint.
    41 Petrus aber sprach zu ihm: #Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen?#

    Gute Frage! 😉

    Oder Markus 13, 32 ff. :

    32 Von jenem Tag aber oder der Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.
    33 Seht zu, wacht! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit ist.
    34 Wie ein Mensch, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechten die Vollmacht gab, einem jeden sein Werk, und dem Türhüter einschärfte, dass er wache,
    35 so wacht nun! Denn ihr wisst nicht, wann der Herr des Hauses kommt, ob des Abends oder um Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder frühmorgens,
    36 damit er nicht, wenn er plötzlich kommt, euch schlafend finde.
    37 #Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht!#

    Vielleicht ist das Gleichnis von den 10 Jungfrauen nur EIN Beispiel von vielen.
    Manche entschuldigen sich mit Acker, Ochsen, Frau um nicht zur Hochzeit zu kommen, manche bleiben im Haus und der Herr klopft an wenn er von der Hochzeit kommt, manche gehen IHM entgegen und andere werden genötigt an der Hochzeit teilzunehmen (und kommen sogar ohne Hochzeitskleid hinein), manche werden müde vom Warten und schlafen ein und andere fangen an andere zu schlagen und sich zu betrinken weil es so lange dauert.

  4. Übrigens:
    Wenn man bei der Stelle über die eine keusche Jungfrau in 2. Kor. 11 weiter liest, wird eigentlich genau erklärt was töricht und was klug ist…. Torheit rühmt sich des Fleisches, verlässt sich darauf. Das beschreiben auch viele andere Stellen.. Torheit ist auch sich auf weltliche Weisheit zu verlassen, auf seinen eigenen Verstand, auf seine fleischliche Abstammung, auf Reichtum etc. , auf Sand zu bauen (nicht seinen Willen zu tun – Glaubenswerke)…unverständig sein.

    Und das – sich auf Fleisch verlassen – ist ja wohl auch der einzige Grund, weshalb einem das Öl ausgehen kann, bzw . man „vergessen“ kann, es auf dem Weg ihm entgegen mitzunehmen.

    Galater 3, 1-3
    1 Unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde?
    2 Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens?
    3 Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden?

    Sehr passend hierzu auch Epheser 5,17+18 im Kontext:

    13 Alles aber, was bloßgestellt wird, das wird durchs Licht offenbar;
    14 denn alles, was offenbar wird, ist Licht. Deshalb heißt es: „Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten!, und der Christus wird dir aufleuchten!“
    15 Seht nun genau zu, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise!
    16 Kauft die rechte Zeit aus! Denn die Tage sind böse.
    17 Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist!
    18 Und berauscht euch nicht mit Wein, worin Ausschweifung ist, sondern werdet voller Geist,..

    Seid nicht töricht….sondern werdet voller Geist….

  5. nur nochmal um den üblichen Mißverständnissen vorzubeugen… 😉
    Ich denke NICHT dass ein wiedergeborener Christ wieder verloren gehen kann!

    Tatsache ist jedoch, dass es in der Bibel Hinweise auf beide Möglichkeiten gibt.
    Ich persönlich habe vor vielen Jahren eine dritte Möglichkeit gefunden – eine durchaus biblische – die außerhalb des schwarz-weiß Denkens oder einem entweder – oder liegt. Es ist ählich wie mit den 2 Pferden auf denen man reiten kann….aber das muß jeder für sich selbst klären.

    Zu den Jungfrauen noch:
    – dass die 5 törichten nicht zur Hochzeit hineinkommen, ist nicht unbedingt gleich zu setzten mit Verlorengehen (kommt dem aber recht nahe)
    -Jesus sagt zu ihnen „Ich kenne euch nicht“ – an anderen Stellen sagte er aber „Ich habe euch niemals gekannt. Auch hier gibt es Unterschiede, auch im Griechischen.
    Aber nun genug mit den Monologen.