Alle Christen sündigen: also tun falsche Dinge, verletzen und schaden sich und anderen, brechen Gottes Gebote.

Aber es gibt einige wichtige Unterschiede, ob sie unter dem Gesetz oder unter der Gnade sündigen. Unter dem Gesetz heißt sündigen:

  • du hast Gott beleidigt
  • du hast Strafe verdient
  • DU bist und bleibst ein Sünder
  • deine Schuldgefühle beziehen sich auf deine Person (und zwar berechtigt!)
  • Gott vergißt deine Sünden nicht
  • zwischen dir und Gott entsteht eine Distanz
  • du wirst nicht gesegnet werden
  • du mußt umkehren und „Buße tun“
  • und zumindest so tun, als täte es dir leid und als ob du es bereust
  • deine Sünde wird dir immer wieder bewußt
  • deine Sünden können göttliche Strafen nach sich ziehen
  • die Klärung deiner Sünden ist immer nur vorübergehend – bis zum nächsten Mal eben
  • du nimmst dir fest vor, daß „das“ nicht wieder passieren darf

Alle diese Dinge können im Alten Testament nachgelesen werden, insbesondere im Mosaischen Gesetz.

Unter dem Gesetz zu sündigen fühlt sich also schlecht an – und das soll es auch! Es ist eine üble Sache. Du fühlst dich vielleicht beschmutzt und „sündig“. Du hast Angst vor Bestrafung. Du traust dich nicht, Gott unter die Augen zu treten. Du fühlst dich unwürdig, Gottes Segen zu erleben. Du willst es selbst wieder gut machen. Du fühlst dich schuldig, für das, was du bist – nicht nur für das, was du tust. Du zwingst dich zu guten Vorsätzen. Und all das ist logisch und richtig: wenn du unter dem Gesetz bist, dann solltest du so handeln. Sicher ist sicher … und unter dem Gesetz ist diese Gefühlslage nun mal ein guter Grund, bei der nächsten Sünde drei Mal zu überlegen.

Viele Christen kennen dieses Sündigen unter dem Gesetz, weil sie gelehrt worden sind, sich unter das Gesetz zu stellen. Der einzige Unterschied für sie gegenüber dem Alten Testament scheint zu sein, daß keine Tiere mehr ihr Blut vergießen müssen (wie im Alten Bund), um ihre Schuld zu sühnen. Denn sie wissen, daß Jesus sein Blut vergossen hat (womit auch bereits die Gnade, die uns zuteil wird, für viele Christen bereits erschöpft ist).

Aber alles andere ist gleich! Das nennen viele Christen dann Erlösung. Wenn du dein Sündigen also so erlebst, dann kannst du mit Fug und Recht den Verdacht haben, daß das Gesetz theoretisch und praktisch so einiges in deinem Leben prägt.

Doch die Gnade verändert alles – auch das Sündigen. Es ist nun nicht mehr so wie im Alten Testament – nur ohne Tieropfer. Aber das ist ein anderes Thema ( https://konsequentegnade.wordpress.com/unser-neues-leben/sundigen-unter-der-gnade/ )

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