Diese Unterseite soll dazu dienen, in möglichst knapper Form die Standardargumente von Gesetzestreuen und ihre möglichst genauso knappe Widerlegung bzw. Infragestellung zu dokumentieren. Gerade bei einer Gegenfrage könnte sich herausstellen, daß unser Gegenüber nur irgendwas nachplappert.

Unerreichbares Vorbild dafür ist Jesus, wenn er die Pharisäer mit ein paar Sätzen oder Fragen auseinandernimmt. Vorsicht: auch dein Gegenüber könnte richtig wütend werden!

Die Gegenüberstellung wird immer wieder aktualisiert. Beiträge bzw. Fragen über die Kommentarfunktion sind willkommen.

Gesetzliches Argument
 Evangelium
Rückfragen, die immer funktionieren 😉
  • woher weißt du das?
  • Warum glaubst du das?
  • Wieso? Liebt Jesus dich nicht bedingungslos?
  • Gott verlangt ganz schön viel von dir, oder?

 

 „Das Halten des Gesetzes zeigt unsere Liebe zu Jesus“
  • Gal 5,4 Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.
  • Das Halten des Gesetzes bringt uns in Gefahr.Wenn du das Gesetz halten willst, willst du automatisch auch durch das Gesetz gerechtfertigt werden.
  • Wie unterscheidest du zwischen „Rechtfertigung durch das Gesetz“ und „Halten des Gesetzes“?
  • Das Gesetz fördert aber das Sündigen in unserem Leben. Was jetzt?
 „Als Christen müssen wir XY tun / lassen“
  •  Was passiert, wenn wir es nicht tun? Ist Gott dann böse?
  • Sind wir dann nicht mehr errettet?
  • ….
 „Für Gott ist es nicht egal, was wir tun“
  •  Ja – und das ist auch gut so. Es zeigt, daß wir ihm wichtig sind.
  • Oder meintest du diese Aussage eher im Sinne einer Drohung?
  • Ja – weil er nicht will, daß wir an den Folgen unserer Dummheiten leiden.
 „Ich drohe nicht mit Gericht – ich zeige nur die Konsequenzen auf“
  • Warum höre ich dann da keinen großen Unterschied?
  • Unser Verhalten kann hier und jetzt viele Konsequenzen haben – aber bezüglich unserer Erlösung hat es keine Konsequenzen mehr.
  • Wo liegt für dich der Unterschied zwischen Konsequenzen-Aufzeigen und Gericht? Gibt es einen?
 „Sünde trennt uns von Gott“
  • Das ist sicherlich schlimm für dich, wenn du das so erlebst. Ich bin froh, daß ich das nicht erlebe.
  • Aber es kann uns doch nichts trennen von der Liebe Gottes. Oder doch?
  • …dann streng dich an, damit dir das nicht passiert
 „Gott will uns nahe sein – wir schließen uns selbst durch unser Verhalten aus von dieser Nähe“
  • Ja – indem wir an solche Sätze wie diese glauben.
  • Woher weißt du das?
  • Wenn mein Verhalten darüber bestimmt, ob ich Gott nahe bin (und er mir), dann habe ich aber ganz schön Stress
 „Ich glaube, da ist viel Bitterkeit in deinem Herzen.“
  • Falls das stimmt: welche Schlußfolgerungen ziehst du daraus?
  • Würde das meine Argumente weniger glaubwürdig machen?
  • Woraus schließt du das?
  • Wie kommt es aus deiner Sicht zu Bitterkeit?
 „Als Christen müssen wir Gott gehorsam sein.“
  • Gott interessiert sich nur für einen Gehorsam, der von Herzen kommt.
  • Gott ist nicht dumm: er merkt, wenn wir aus Zwang oder Angst gehorsam sind.
  • Es ist nicht unser Job, ALLES zu tun, was richtig ist.
  • Meinst du damit: wir müssen tun, was das Gesetz sagt?Und was passiert, wenn wir es nicht sind?
  • Was glaubst du, wie oft du Gott ungehorsam bist?
 „Auch der Neue Mensch steht unter Autorität“
  • Und wie unterscheidet sich das eindeutig vom Leben unter dem Gesetz?
  • Du meinst doch damit vor allem, wir müssen auch jetzt das Sündigen um jeden Preis vermeiden?
  • du bist sofort in allem anders? Toll!
  • Dann müssen wir auch sofort ALLES Gute tun
„Es ist gefährlich, bewußt zu sündigen.“
  • Woher weißt du das?
  • Wie unterscheidest du zwischen bewußt und unbewußt sündigen?
  • Die möglichen praktischen Folgen einer Sünde können gefährlich sein. Aber das meinst du nicht, oder?
  • Worin besteht die Gefahr?
  • Es ist noch viel gefährlicher, das Gesetz zu halten – wußtest du das? (Gal 5,4 Ihr seid von Christus abgetrennt, die ihr im Gesetz gerechtfertigt werden wollt; ihr seid aus der Gnade gefallen.)
 Wir können unsere Errettung durchaus wieder verlieren.
  • Wenn du das glaubst, dann streng dich an, damit dir das nicht passiert.
  • Dann hat dich Gott also nur adoptiert? Mich hat er neu geboren.
  • Beschreib doch mal, was du tun müßtest, damit das passiert!
  • Wenn du eine solche Drohung in den Raum stellst, mußt du schon genau begründen, wie das passieren kann
Das ist eine Frage des Glaubens, nicht des Verstandes.
  • Wie kommst du darauf, daß es da einen Gegensatz gibt?
  • Ich mag es, wenn ich verstehe, woran ich glaube
  • Kann es sein, daß du einfach nur ungern nachdenkst?
 Du bist viel zu empfindlich.
  • Darüber können wir gerne reden, nachdemdu mir erklärt hast, warum ich ein Verlierer/Dummkopf/schlechter Christ/… bin.
  • Sind alle Menschen, die Unrecht benennen, „zu empfindlich“?
  • Mag sein – und du wirst wohl empfindlich, wenn du mit deinem falschen Verhalten konfrontiert wirst
 Als Christen sollten wir nicht kritisieren.
  • Ist das nicht bereits eine Kritik, wenn du das Kritisieren kritisierst?
  • In den ersten Gemeinden war das ganz normal. Die haben sich da auch öfter mal gestritten.
  • Hat Jesus nicht auch vieles und viele kritisiert?
  • Paulus kritisiert auch ständig in seinen Briefen.
 Wir sind nicht Jesus und deshalb sollten wir nicht …, nur weil er es getan hat.
  • Dieses Verhalten von ihm willst du also nicht nachmachen. Welches dann?
  • Was an seinem Verhalten ist „übertragbar“ und was nicht?
  • Paulus hat das aber auch gemacht – und der war auch nicht Jesus.
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