Sind Christen eigentlich gezwungen, in eine Gemeinde zu gehen? Dazu mal ein paar Klarstellungen:

  • das meiste, was sich „Gemeinde“ nennt, hat mit Gemeinde im neutestamentlichen Sinne wenig zu tun
  • die Versammlungen dort reizen nicht zur Liebe und zu guten Werken an – obwohl das laut Hebräer 10,24-25 eine ihre Aufgaben ist
  • eher reizen solche religiösen Institutionen mit Jesus-Aufkleber drauf zu toten Werken, die aus der Befolgung von Gesetz in allen Formen entstehen
  • in vielen „Gemeinden“ wird so viel Gesetz gelehrt, daß Christen, die aus ihrer Idenität in Christus heraus leben wollen, eigentlich nur damit beschäftigt wären, die meisten Aussagen auszumisten
  • der Umgang miteinander ist oft unehrlich und nicht authentisch; Ehrlichkeit ist aber notwendig, wenn wir den kollektiven Teil unseres Neuen Lebens in Christus leben wollen
  • die meisten „Gemeinden“ geben den Gläubigen keine „Lizenz zum Sündigen“ und erfüllen damit ein wichtiges Kriterium neutestamentlicher Freiheit nicht
  • Christen erfahren dort wenig bis gar nichts über eine echte Veränderung, die von innen kommt und bei der sich das Neue Leben in uns langsam oder schnell auf unser äußerlich sichtbares Verhalten auswirkt

Kein Wunder, daß solche „Gemeinden“ auch am Punkt „Besuch der Gemeindeveranstaltungen“ mit Zwangsgehorsam arbeiten müssen. Denn freiwillige Teilnahme ist in vielen Gemeinden nicht unbedingt die spontane Reaktion von Christen – jedenfalls dann nicht, wenn sie schon eine Zeit dabei sind.

Es bleibt auch pure Behauptung, daß solche „Gemeinden“ einen besonderen „Schutz“ für den Gläubigen darstellen. Durch ihre Lehre und Praxis sorgen sie eher für lauter Lücken in der geistlichen Deckung.

Gemeinden, wie sie im Neuen Testament beschrieben sind, wären dagegen trotz aller Fehler eine so gute Erfahrung, daß man niemanden zwingen müßte, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Und natürlich würden sie auch „Segnungen“ erfahrbar machen, auf die kaum jemand freiwillig verzichten würde.

Leider ergibt sich aus dem Gesagten, daß Christen auf einen Teil des kollektiven Segens verzichten müssen, weil „Gemeinde“ schon lange eine Karikatur ist. Aber es ist ja kein Problem – genügend Gleichgesinnte in der selben Region vorausgesetzt – sich zu treffen, in welcher Form auch immer.

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