Im Gegensatz zu manchen anderen Christen beeilen wir uns nicht zu beteuern, dass die Gnade und die Befreiung von der Geltung des Gesetzes und die vollkommene Vergebung für alle unsere Sünden keine Lizenz zum Sündigen sei. Denn diese Dinge sorgen dafür, dass wir tatsächlich eine Lizenz zum Sündigen haben – aus der Sicht des Gesetzes. Denn vergessen wir nicht:

Röm 7,8 … denn ohne Gesetz ist die Sünde tot.

Vorsichtiger hätte man auch formulieren können „wir werden sündigen“ (ebenfalls aus der Sicht des Gesetzes). Aber warum nicht klar die Dinge beim Namen nennen? Paulus tut das auch:

1Kor 6,12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.

1Kor 10,23 Alles ist erlaubt, aber nicht alles ist nützlich; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut.

Paulus wird den Satz „Alles ist mir erlaubt“ nicht umsonst genannt haben. Das war ein Argument bei den Meinungsverschiedenheiten in Korinth. Und er sagt nicht, dass der Satz nicht stimme. Er sagt nur: aber nicht alles ist nützlich für uns (was für sich schon ein Hammer ist: wir dürfen fragen, ob uns etwas nützt!); oder erbaulich; oder freiheitsfördernd.

Was bedeutet nun die „Lizenz zum Sündigen“ bzw. das „alles ist mir erlaubt“? und was bedeutet das nicht? Die folgende Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und vorab vor allem eines: diese Lizenz ist keine Aufforderung, dein Leben oder das von anderen ohne Sinn und Verstand zu ruinieren (obwohl du auch diese Freiheit hast – Gott wird dich immer lieben, du bist sein Kind, du bist erlöst).

  • auch als Christ wirst du aus der Sicht des Gesetzes sündigen – und zwar bis an dein Lebensende
  • auch als Christ hast du den Wunsch und den Willen zu tun, was dir „nützlich“ erscheint und es gar nicht ist; deshalb brauchst du auch konkrete Veränderung an diesen Punkten
  • alle deine Sünden sind vergeben und du bist davon gereinigt und sie spielen vor Gott keine Rolle mehr. Das gilt für alle Sünden vor und nach deiner Neuen Geburt.
  • es hat keinen Zweck, das Sündigen vermeiden zu wollen – das ist der völlig falsche Ansatz. Konzentriere dich lieber auf das Neue Leben, das du hast
  • du musst nicht alles Böse ausprobieren, das dir einfällt – es reicht völlig, sich auf das zu beschränken, was dich immer schon gereizt hat 😉
  • wundere dich nicht, wenn dich das Erlaubte plötzlich nicht mehr reizt (nachdem es nun nicht mehr verboten ist)
  • wer das Sündigen vermeiden will, wird zwangsläufig unter dem Gesetz enden
  • wenn du sündigst, willst du deine Lage verbessern. Aber passiert das wirklich? Nützt es dir so, wie du es dir wünschst?
  • es ist ok, wenn dich dein Tun und Lassen bedrückt – aber du kannst dir überlegen, ob das ein Resultat des Gesetzes ist oder deines Neuen Lebens
  • je mehr du dich bemühst, nicht zu sündigen, desto mehr geht es um dich.  Lass Gott sein Werk der Veränderung in dir tun und versuch nicht, selbst nachzuhelfen.
  • wenn du verstanden hast, dass du neu geboren wurdest und was das alles bedeutet – solltest du dich nicht wundern, dass dir das Sündigen manchmal schwer fällt 😉
  • du musst nicht perfekt sein (das müssen nur Gesetzesbefolger sein), sondern einfach der Mensch, der du bist (die Gnade machts möglich)
  • ohne echte innere Veränderung wirst du weiterhin Sachen machen, die dir und anderen nicht nützen
  • echte innere Veränderung braucht Zeit
  • du musst nicht sündigen, damit du mehr Gnade bekommst – die bekommst du sowieso
  • du musst nicht sündigen, weil du unter der Gnade bist – du wirst es einfach tun, weil deine Veränderung Zeit braucht
  • die Freiheit zum Sündigen beinhaltet nicht die Freiheit von allen natürlichen Folgen deines Handelns
  • aber auch bei den möglichen Folgen unseres Handelns können wir mit Gottes Hilfe rechnen – denn er will uns immer helfen
  • erst durch „Sündigen“ (und Sündigen) wirst du merken, dass so einiges gar keine Sünde ist; oder dass es längst nicht so interessant ist, wie du dachtest
  • du wirst vielleicht merken, dass so manches Verhalten gar nicht so wohltuend oder hilfreich ist wie du dachtest
  • weil du andere Menschen liebst, wirst du manches nicht tun
  • wenn du bestimmte Sünden magst, dann tu nicht so, als sei es anders – denn das ist die Sünde der Heuchelei 😉
  • du wirst nicht „mehr“ sündigen als zuvor unter dem Gesetz – es gibt kein mehr und weniger dabei; aber dein Sündigen unter der Gnade wird sich anders anfühlen als unter dem Gesetz
  • wenn du unter diesem oder jenem Sündigen leidest, dann denke über die Gnade nach und halte dich vom Gesetz fern
  • sei dir gewiss, dass dein Handeln Gottes Werk der Veränderung in dir niemals behindern kann (nur deine innere Hingabe an das Gesetz kann das)

Die Lizenz zum Sündigen bzw. das „alles ist erlaubt“ ist nichts, was dich ins Unglück stürzen soll. Aber sie ist Teil deiner Freiheit. Du „musst“ lernen mit dieser Freiheit umgehen. Denn so zu leben, als sei das Sündigen sowohl unter Gesetz als auch unter Gnade total verboten – bleibt Leben unter Gesetz.

Und es wäre schade für deine Jahre auf diesem Planeten, wenn du nur von „Alles ist erlaubt“ weißt – nichts aber von dem Teil der Erlösung, der sich auf dein Leben hier und jetzt bezieht. Gott hat eine Art und Weise der Veränderung für dich, die den Satz „alles ist erlaubt“ nicht nur nötig, sondern auch möglich macht. Wir alle haben den Drang nach Veränderung in uns – bloss eben nicht die Mittel dazu. Das ist seit Jesus anders. Hüten wir uns aber lieber, ihm zu sehr zu helfen bei unserer Veränderung  😉

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  1. Alles hat einen Ursprung und einen Werdegang. Dass ich heute -als wiedergeborener Christ-
    mit 68 Jahren (wieder) pornosüchtig bin, obwohl verheiratet, ist mir, zumindest in lichten Momenten,
    zutiefst zuwider. Ich schwöre dann der Sucht ab. Die Verlockkung kommt „garantiert zurück.
    Ich war mal 3 Jahre frei von der Betrachtung von Pornografie. Meine Frau war dann alleine auf Fernostreise, da tappte ich wieder ins Fettnäpfchen, zumal sie mir erklärte, sie habe keine Lust mehr auf Sex, ihre Lands“männinen“ würden ebenfalls mit ca. 55 Jahren dem Sex entsagen.
    Eins möchte ich nicht: ab jetzt „unter der Gürtellinie tot“ sein.
    Beim Mann kann dann (Erektionsfähigkeit) wegen fehlender, normaler, gesunder Stimulation ein
    Problem auftreten. Die Pornografie törnt mich an und scheint, besser gesagt, IST, gegen den Hl.Geist gerichtet . Jesus lebt in mir, aber wenn ich P. gucke zieht ER sich zurück. Ich betrübe IHN (es gibt da 100 andere Formulierungsmöglichkeiten, man nagele mich nicht fest)
    Ich könnt auch so sagen: Man kann nicht zwei Herren gleichzeitig dienen.

    Konsequente Gnade. O.K. Wie sehen Sie das in meinem Fall?
    Der Verkläger und Vater der Lüge ist automatisch mit von der Partie. Er rührt mit in meinem schlechten Gewissen herum. In der Gemeinde vertraute ich mich einem ungesetzlich denkenden
    Menschen (Bruder) an. Wir beteten zusammen. Ich hoffte, nun frei zu sein. Wir treffen uns wieder,
    ich bin der Versager.
    Aber die Sache mit der Gürtellinie! Mit 68 J. im endgültigen Rentenalter? Das fällt mir schwer.
    Und die nächsten tollen Girls (z. T. mit hocherregten Partnern) lauern schon, ein kleiner Mausklick
    und….
    Das ist ein elendes Christenleben. Während der Gottesdienste beißt und pickt das schlechte Gewissen. Kann ich am ABENDMAHL teilnehmen? Eins tue ich: ich kämpfe gegen die Sucht an.
    Oder soll ich wegen der KONSEQUENTEN GNADE erst mal lustig weitersündigen?
    Weils ja nur was mit mir wird, wenn Jesus mich verändert – und sich die Sucht weiterhin verfestigt?

    Danke!
    P. B.

    • Da diese Problematik viele Christen angeht, antworten wir mal per Kommentar … folgende Anmerkungen:

      – wer unter bestimmten Verhaltensweisen leidet, wird niemals „lustig“ weitersündigen
      – von SOLLEN kann beim Weitersündigen keine Rede sein; denn es WIRD einfach passieren
      – eine lebendige Libido ist ein Segen, den wir erwarten dürfen
      – Pornographie ist eine ganz „normale“ Sünde wie andere Sünden auch – nicht besser und nicht schlimmer als Lügen, Betrügen, Heucheln, etc. pp.
      – wer sagt, dass der Heilige Geist sich beim Sündigen zurückzieht? Wohin auch? Er lebt schließlich in uns
      – Gott ist unser Verhalten sicher nicht egal, aber er hat ALLE unsere Sünden vergeben, vergangene und zukünftige
      – Schuldgefühle sind bestimmt nicht hilfreich dabei, unsere jederzeit ungetrübte Gemeinschaft mit Gott zu genießen
      – Sündigen kann nicht durch Ankämpfen und Verbieten geregelt werden (das ist der Weg des Gesetzes und nicht der der Gnade)
      – Veränderung kommt ALLEIN durch Jesus in uns, aus unserem Neuen Herzen. Dabei müssen wir nicht nachhelfen; und sollten es auch nicht
      – Hilflosigkeit ist letztlich keine negative Erfahrung, wenn sie uns klar macht, dass wir die Gnade Gottes und sein Neues Leben in uns noch viel mehr brauchen als wir bisher dachten
      – das Ausnutzen der Lizenz zum Sündigen VERRINGERT die Faszination diverser Sünden, schon weil es nun nicht mehr verboten ist bzw. um jeden Preis vermieden werden muss
      – will man eine Sucht verfestigen, sollte man sich einfach weiter anstrengen; denn das hat einen ja an den Punkt gebracht, wo man jetzt ist

      Praktische Konsequenz: beim nicht so lustigen Weitersündigen sich klar machen „ich habe ungetrübte Gemeinschaft mit Gott“ … „diese Sünde ist nicht schlimmer als andere, bei denen ich viel weniger Schuldgefühle habe“ … „Gott hat kein Interesse daran, dass ich gegen das Sündigen ankämpfe“ …

      • Hoffentlich werde ich Euch nun nicht lästig, indem ich auf Euren Kommentar
        — seid dafür herlich bedankt !! —
        nun nochmals rückantworte. Ich hatte Euch ja bereits berichtet, dass ich bereits einmal für
        volle drei Jahre frei war von der Pornosucht. Das war anfangs selbstverständlich ein Kampf,(ich würde dieses Wort gerne dick drucken, wenn es möglich wäre) Ein Raucher,
        der mit Rauchen aufhören will, ist in Versuchung, die nächste Fluppe anzuzünden.
        Ein Alkoholiker, der trocken werden will, schlimmer noch ein anderweitig Drogenabhängiger,
        durchsteht gemeinhin schwerste Kämpfe beim Verzicht auf Rauchen , Alkohol.und anderen Dreck.
        Diesen Kampf hatte auch ich durchzustehen. Heute kann ich Zeugnis davon geben,
        wie ich seinerzeit „clean“ wurde. Ich komme ursprünglich aus der Kath, Kirche und konnte mich dank einer Psychoanalyse von ihr frei machen. Ich sah dann 25 Jahre keine Kirche mehr von innen. Beten konnt ich noch. All den rituellen Handlungen der Kath. Kirche schwor ich ab. Dennoch: Um frei von der P.sucht zu werden, ging ich erstmalig, inzwischen 64 Jahre alt, wieder auf die Knie (auch eine rituelle Handlung der Kath. Kirche, anscheinend keine schlechte) und bat den ehemaligen „Lieben Gott“, nun den „Vater im Himmel“, herzzerreißend –herzzerreißend — herzzerreißend (habt Ihr dieses Wort genau
        gelesen?) mich von der Sucht zu befreien. Dann die Gebetserhörung, nach schlimmsten Gewissensbissen FREIHEIT FREIHEIT FREIHEIT. (von dieser Sünde)
        Ihr habt Recht, andere Sünden laufen manchmal so nebenher mit. Dass auch ich ein Heuchler sei, würde ich niemandem so einfach durchgehen lassen,, bzw. mich einfach abwenden. Eher neige ich dazu, ein gläserner Mensch zu sein, damit bekommt man dann in Gemeinden ebenfalls Probleme: „Igitt, so genau wollen wir doch von deinen Schwachheiten nichts wissen. Wir sind hier, um Gott zu loben und sein Wort zu empfangen.“
        Das ist meine Replik darauf, dass „KÄMPFEN ZWECKLOS“ ist.
        Aber mein Dank an Euch, die ihr euch Gedanken um mich machtet, ist ZEHNMAL GRÖSSER als mein Einwand.

        P.B.

      • Hallo,

        könntest du oder sonst jemand mir bitte noch eine Antwort geben, auf die Frage, wie das Gewissen in das ganze reinpasst oder welche Rolle es noch spielt ? Ich finde keine Antwort. Ich dachte, es sind ja seine „Gesetze“ die in unsere Herzen geschrieben sind ?
        …oder bin ich noch unter Gesetz, wenn das Gewissen sich meldet? Aber wenn ich sündige meldet es sich doch… Bin für jegliche Aufklärung, Korrektur offen + dankbar! (sogar gierig danach) 😉

        Verwirrte Grüße

        Petra 🙂

        • Wenn unser Gewissen durch das Gesetz geprägt ist, dann wirkt es anders auf uns als wenn es durch unsere Freiheit in Christus geprägt ist. Bei der Prägung durch „Verboten – Erlaubt“ kann es sich auch bei Dingen melden, die eigentlich kein Problem darstellen; oder es meldet sich durchaus NICHT bei allem, was wir falsch machen. Schon das zeigt, dass unser Gewissen nicht immer ein guter Ratgeber ist.

          Die Prägung unseres Gewissens ist veränderbar. Da wir uns in einem Veränderungsprozeß befinden, können wir auch erwarten, dass unser Gewissen sich verändert. Bei der Prägung durch „Alles ist erlaubt – aber nicht alles ist nützlich“ werden wir unser Gewissen über kurz oder lang so erleben, dass wir uns fragen, ob wir noch eines haben. Aber was wir da vermissen, ist das „schlechte Gewissen“ – denn das ist die häufigste Form von Gewissen unter dem Gesetz (nur noch übertroffen von Selbstgerechtigkeit, wenn wir vermeintlich oder tatsächlich etwas richtig gemacht haben).

          Aber das ist ein größerer Themenkomplex – vielleicht werden wir demnächst einen Artikel dazu veröffentlichen.

      • Vielen Dank für deine Antwort! Das ist ein schwieriges Thema und ich bin mir da ganz und gar nicht sicher, wie man dieses Gewissen behandeln soll. Es soll jedenfalls mit Gott übereinstimmen und wir sollen ein gutes haben. Ansonsten warte ich auf euren Artikel. 🙂

    • Ich stimme den Ausführungen von „konsequentegnade“ voll zu, möchte aber noch einen ganz entscheidenden Punkt hinzufügen:

      Es ist ein fundamentales Problem, wenn deine Frau keinen Sex mehr haben will. Zu jeder Ehe gehört Sex, auch wenn die Frau über 55 ist. 1. Korinther 7,5:

      Entzieht euch einander nicht, es sei denn nach Übereinkunft eine Zeit lang, damit ihr euch dem Gebet widmet und dann wieder zusammen seid, damit der Satan euch nicht versuche, weil ihr euch nicht enthalten könnt.

      Dass die anderen Frauen in ihrem Herkunfsland ab 55 dem Sex entsagen, ist kein Grund. Das zeigt nur, dass an dieser Stelle die Kultur dieses Landes verkehrt ist.

      Sprich bitte mit deiner Frau über das Problem ihres sexuellen Zurückziehens. Bitte ggf. jemanden um Hilfe, der auch der Meinung ist, dass Sex in einer Ehe wichtig ist. Es kann keiner von dir verlangen, den Rest deines Lebens sexuell enthaltsam zu leben.

      Weißt du, warum deine Frau keinen Sex mehr will? Warum hat sie kein Bedürfnis danach? Oder würde sie schon gern Sex haben, aber denkt, dass das aus irgendwelchen Gründen schlecht ist? Es ist wichtig, dass deine Frau zu einer positiven Einstellung zu ihrer Sexualität findet. Und dass du ihr den Sex auch zu etwas wundervollem machst. 🙂

      • Über Deinen Kommentar freue ich mich und überlege bereits, ob ich mich im nächsten Urlaub unter Kokospalmen legen sollte. Auch stimme ich Dir zu.
        Ein Aspekt wurde noch gar nicht angesprochen: dass nämlich mit zunehmendem Alter,
        bei Mann und Frau, das Blut unter der Haut nicht mehr so schnell ist.
        Also ist es optimal, wenn BEIDE, so etwa ab 70 bis 80 Jahren, sich gerne an früheres Treiben erinnern würden, und ansonsten keine einschlägigen Ansprüche anmelden.
        Mit zunehmendem Alter, irgendwann, brauchen die meisten eine Brille, die Sehkraft lässt nach, manchmal auch das Gehör, fast immer die Beweglichkeit.
        Aber das weißt Du ja alles selbst. Doch was wollte der Dichter Dir damit sagen?
        Ich kann nicht bestimmen,ab wann in meiner Frau das Gehör schwächer wird, usw.
        Jetzt wird’s etwas intim. Meine Frau sagt schon mal zu mir, wenn ich reklamiere, „Na dann mach halt!“ Man könnte sagen: sie entzieht sich nicht. Das ist mir zu lieblos, das nimmt mir beim (möglichen) „Vorspiel“ die Hand weg und den Mund. Und von dem unter der Gürtellinie will ich erst gar nicht sprechen.
        Es gibt halt Frauen, die bleiben im Bett lange heiß……….und andere HALT nicht!
        Mir kommt da immer wieder ein Kurzfilm vom Bauernhof: Die Kuh steht bereit, der Stier wird geholt———und springt auf. UND GENAU SOO KANN ICH’S HALT NICHT.

        Nur mal so die zwischenmenschliche Seite dargestellt – und ohne die Bibel zu zitieren-
        grüßt Dich
        P.B.
        Und lass‘ Dir keine Kokosnuss auf den Kopf fallen.
        Gruß auch der Redaktion und ALLEN.

      • Hallo P. B.,

        ist es wirklich so, dass deine Frau keine Lust mehr auf Sex hat, weil sie zu alt ist? Das kann ich nicht so richtig glauben. Es gibt bei Frauen Schwankungen in Sachen Lust auf Sex, aber m.W. ist es nicht normal, wenn eine Frau ab Mitte 50 nie mehr Sex will.

        Ich würde an deiner Stelle nicht einfach annehmen, dass die „Lustlosigkeit“ deiner Frau altersbedingt und damit ein unabdingbares Schicksal ist. Es gibt viele andere Ursachen für einen Mangel an sexueller Lust, insbesondere bei Frauen. Siehe z.B. den Wikipedia-Artikel zu Frigidität. Ich rate dir deshalb, mit deiner Frau und sachkundigen Menschen über den ganzen Problemkreis zu sprechen und nach Lösungen zu suchen.

  2. Jetzt muß ich mich doch mal kurz dazwischenschallten… P.B. (und Kaktus..), meinst du nicht, dass du es dir vielleicht doch etwas zu einfach machst, dich einfach damit zu entschuldigen, dass deine Frau halt mal keine Lust mehr hat? Wenn ich als Ehefrau wüsste, dass du mein Mann mich ständig mit x Frauen betrügt…selbst wenn es „nur“ im Herzen geschieht…würde mir auch jegliche Lust schlagartig vergehen bzw. noch ins Gegenteil umschlagen. Und du kannst mir glauben, eine Frau merkt früher oder später was ihr Mann treibt. Auch wenn nicht (es mag Ausnahmen geben) wirkt es sich geistlich auf sie aus, genau wie auf dich auch. Es ist nach wie vor eine Sünde, wie jede andere auch, für die Jesu Blut völlig ausreicht – nur dass diese erheblich schlimmere und tiefergehende Folgen hat als wenn ich mal nen Schokoriegel mitgehen lasse.
    Vielleicht könntest du ja versuchen, deinen Taten und deren Folgen ins Auge sehen, es beim Namen nennen (Ehebruch) – auch deiner Frau gegenüber – und die Verantwortung dafür übernehmen, um einen Neuanfang zu starten mit deiner Frau, WEIL ER dir die Gnade dafür gibt!
    Ja, und deine Frau um Vergebung bitten, wäre glaube ich auch angebracht.

    Den vollen Durchblick habe ich auch nicht, und ohne Sünde bin ich auch nicht, aber wie ich finde hält sich der Seitenbetreiber auch (zurecht) zurück mit Aufforderungen zum Sündigen, nachdem man die Lizenz dazu hat.
    Zur Ehebrecherin hat Jesus gesagt: „Auch ich verurteile dich nicht, geh hin und SÜNDIGE NICHT MHER!“ Also es ist natürlich nicht Gottes Wille, dass wir fröhlich oder auch unfröhlich weitersündigen. ER HAT aber einen Weg für uns.

    M.E. führt der Weg weiter zu sündigen und sich dabei bewußt zu machen, dass man trotzdem Gemeinschaft mit Gott hat nicht wirklich vorwärts, WENN es NUR DABEI bleibt. Auch wenn dies GRUNDSÄTZLICH mal stimmt. Erstens betrübt man spürbar damit den Heiligen Geist (Epheser) und zweitens führt das irgendwann zu einer Abhärtung des Gewissens….wie man ja schon bei vielen sehen kann…irgendwann empfindet man die Sünde nicht mehr als das, was sie ist. (als Sünde)
    Und das Gewissen verurteilt uns meistens ja nicht zu unrecht. (ich zähle mal die falschen Verurteilungen von Gesetzeslehrern und den anerzogenen falschen Forderungen nicht dazu, die sich auch leider hier auswirken)

    Bei der Gelegenheit eine Frage an den Seitenbetreiber:
    Was ist mit dem Gewissen? Gott hat uns da ja seine Gesetze ins Herz geschrieben, jedem, auch der Welt. Und ich bin sehr froh dass manche noch scheints eines haben…. SEIN Blut reinigt uns auch vom bösen Gewissen heißt es, dennoch meldet es sich immer wieder, wenn wir Mist bauen, und treibt uns zur Umkehr….
    Es soll uns nicht den Weg weisen als eine Lebensregel/Gesetz an das man sich halten muß – das soll ja der Geist sein, der auch nicht gegen das Gewissen/Gesetz vorgehen wird…. aber es ist noch da und auch „aktiv“ in uns, so wie das Gesetz, das im Grunde heilig, gerecht und gut ist – aber eben ein geistliches Gesetz ist – nur wir sind fleischlich. Ich habe das immer so gesehen, dass der Heilige Geist in uns das (geistliche) Gesetz substanziel erfüllt…beständig….dem Wesen, dem Sinn, dem Eigentlichen nach…z.b. Sabbat ….ER erfüllt es in uns, indem ER uns in SEINE Ruhe eingehen lässt (hier und jetzt) und wir zu ende kommen/ ruhen von UNSEREN Werken, ER alles in und durch uns wirkt…(zunehmend). Der Schatten war der jüd. Sabbat, die gesitliche Erfüllung ist in Christus. Man kann alles so sehen. Wie auch Jesus in Mat.5…6 alles verschärft hat, besser gesagt, damit einfach ausgedrückt hat, worum es ihm geht: um das Herz. Und dies kann nur ER erneuern.
    Ist das so falsch?

    Viele liebe Grüße und sorry, dass es nun doch so lang geworden ist.. 🙂

    Petra

    • Wenn jemand liebevoll auf mich eingeht, kann das gar nicht lang genug werden. Die Welt
      „draußen“ ist so kalt; wahrscheinlich willst du mir Hilfestellung geben. Vielleicht bist du als Frau etwas gekränkt, dass „Mann“ auf P.Seiten ausweichen, abirren kann – die wirklich nur ein miserabler Notbehelf sind. Es gibt noch Steigerungen über meine Schlechtigkeit hinaus,
      sag‘ ich mal Priester als Kinderschänder…….und diese lassen sich fortsetzen.
      Wenn ein Mensch, sagen wir mal ich, einen ernstgemeinten KAMPF (s.o.) gegen Fehlentwicklungen führt, sagen wir mal weiterhin ich, dann kann die Aussage eines gefestigten Christen hilfreich sein, der mal während eines Seminars vor Studenten sprach:
      FÜR DAS CHRISTSEIN IST NICHT ENTSCHEIDEND, WIE GUT (EINEM) DAS LEBEN GELINGT.
      Ich hatte wegen meiner (vielleicht inzwischen vergangenen P.Sucht – das wird sich noch zeigen) meine Heilsgewissheit so gut wie verloren. Die Seiten der konsequenten Gnade waren ungemein hilfreich. Ich bin kein „gestandener oder weitgereifter Christ“ und lebe oft mit Emotionen, für die ich kein Gegenüber habe. Den Knopf zum Abschalten habe ich noch nicht gefunden. Sei froh, wenn du weißt wo er ist. (Es stand aber nicht immer so schlecht mit mir – davor stand es aber noch VIEL schlechter um mich.
      Ich bin so ziemlich der Letzte, der seine Sünden beschönigen will (s.o., ich war mal wirklich ein „Gläserner Mensch“, bis ich begriff, dass ich SO im Leben ebenfalls scheitern werde.
      „Gläsern“ zu sein ist für die FREUND-FEIND-KENNUNG optimal. Menschen können dann
      meist nicht anders, als Stellung zu beziehen: ALS LAMM, ALS WARMHERZIGER MENSCH;
      ALS GLEICHGÜLTIGER, ALS WOLF USW: ::::: Meine Einlassungen hier hatte ich begonnen mit den Worten: Alles hat einen Ursprung und einen Werdegang. Ich war vom Leben mehr getreten als viele andere, als die meisten (kann man glauben, oder auch nicht) Diese seelisch-geistliche Herkunft hier näher zu beschreiben ist nicht möglich. Aber ich behaupte, dass ich seit dem frühen Jugendalter nie die Chance für eine „normale“ Entwicklung hatte. Die Schmach als mein tägliches Brot.Dann die Psychoanalyse, dann das noch viel Bessere, die Wende: Ich gab Jesus mein Leben. Und lernte, wenn ich gefallen bin, dann kann ich wieder aufstehen. Und das gibt mir Halt. Bald führe ich den aufrechten Gang wieder ein und bin mir der Liebe Jesu erneut gewiss.
      Niemand kann in mein Inneres schauen. Ich meine nämlich, dass ich trotz meines Fehlverhaltens meine Frau liebe. „Wieso denn nun das schon wieder? Geht doch gar nicht,
      du guckst doch Pornos!“ Doch. Ich bat Jesus immer wieder: GIB MIR LIEBE FÜR LXY.W.
      Und das tut ER, glaube mir, liebe Petra,

      Dir und ALLEN viel Freude im Leben,

      herzlichst
      Peter B.

    • Hallo Petra,

      ich glaube, du hast mich etwas falsch verstanden. Ich wollte nicht sagen, dass die Frau von P. B. die Schuldige ist. Aber ihr Zurückziehen spielt eine bedeutende Rolle; nicht die einzige, aber eine bedeutende. Und was P. B. schrieb, hörte sich für mich nicht so an, als ob ihr Zurückziehen eine Reaktion auf seinen Pornografiekonsum wäre. Ich hatte es so aufgefasst, dass sein Rückfall in den Pornografiekonsum stattfand, nachdem sich seine Frau bereits zurückgezogen hatte.

      Ich wollte auch nicht auf der Frau von P. B. herum hacken, sie als die Böse darstellen. Wenn sie ein Problem mit der Sexualität hat, braucht sie Hilfe statt Verurteilung.

      Für einen Mann mit gesundem Sexualtrieb ist es normalerweise eine Horrorvorstellung, für den Rest des Lebens zur sexuellen Enthaltsamkeit verdammt zu sein. P. B. ist sicher bereit, für ein Loskommen von den Pornos zu kämpfen. Aber kannst du dir vorstellen, dass einem für so etwas die Motivation fehlt, wenn man keine Hoffnung mehr auf eine gute Befriedigung der sexuellen Wünsche hat?

      • P.B. hatte geschrieben, dass es sich um einen Rückfall handelte, als seine Frau weg war. Deshalb ging ich davon aus, dass beide schon zuvor konfrontiert waren. Aber genau wissen das ja nur die beiden. Es kann sicher hilfreich sein, wenn sie zu ihm steht, dies löst aber das Problem – angefangen bei seinem – nicht wirklich.
        Und wenn das, was du beschreibst die Motivation ist, dann kann es ja nur in die Hose gehen….
        Nebenbei bemerkt, es gibt tatsächlich noch ein Leben abseits der eigenen sexuellen Befriedigung! >:-(

      • Hallo Petra,

        du unterstellst mir quasi, ich würde die sexuelle Verweigerung von P.B.s Frau als die einzige Ursache von P.B.s Pornografiekonsum ansehen und würde Sex als die einzig wichtige Sache im Leben betrachten. Das ist aber nicht der Fall.

        Ich sehe allerdings die sexuelle Verweigerung der Frau als eine Ursache (unter mehreren) an und bin deshalb der Meinung, dass diese Verweigerung ein Problem (unter mehreren) ist, das gelöst werden muss, damit P.B. dauerhaft der Pornografie entsagen kann. Ebenso bin ich der Meinung, dass Sex eine wichtige Sache (unter mehreren) im Leben ist und dass es für P.B. keine Lösung ist, wenn man ihm einfach lapidar vermittelt: „Dann hab eben keinen Sex.“

        Ich werde das Gefühl nicht los, dass du auch meine eigentliche, weniger radikale Ansicht nicht teilst. Es scheint mir, als ob du die Ansicht vertrittst, dass Sex zwar nicht schlecht ist (wie man früher dachte), aber auch nicht so wichtig. Und genau da muss ich dir widersprechen.

        Vor allem finde ich es schlimm, wenn hier P.B. vermittelt wird, die Lösung seines Pornografieproblems sei allein seine Aufgabe. Damit wird ihm eine Last aufgebürdet, an der er m.E. zwangsläufig scheitern muss. Ich will ihn dagegen darauf aufmerksam machen, dass der sexuelle Rückzug seiner Frau auch eine Problemursache ist, damit er und seine Frau auch diese Ursache angehen und dadurch eine Chance auf eine wirkliche Lösung des Problems haben.

        Leider scheint aber die klassische „christliche“ Sexualfeindlichkeit in der abgeschwächten Form des „Sex ist nicht so wichtig.“ weiterzuleben. Dadurch ist schon genug Schaden entstanden. Deshalb wende ich mich hier auch so engagiert dagegen.

      • Hallo Petra,

        noch einmal zu deiner Bemerkung bezüglich der Motivation. Hier gab es anscheinend ein Missverständnis.

        Ich meinte nicht, dass die Wiederbelebung der sexuellen Beziehung die Motivation für P.B.s Loskommen von der Pornografie sein sollte. Das würde ja bedeuten, dass seine Frau als Gegenleistung für seinen Verzicht auf Pornografie die sexuelle Beziehung wieder aufnimmt.

        Ich meinte, dass es für P.B. sehr schwer sein wird, auf die Ersatzbefriedigung durch Pornografie zu verzichten, wenn er keine Hoffnung mehr auf die normale Befriedigung durch seine Frau hat.

        Ich will das mal mit einem Gleichnis illustrieren. Stell dir vor, dir dreht jemand die Wasserversorgung ab. Hinter dem Haus hast du noch eine Pumpe, aus der allerdings nur Dreckwasser kommt. Da du kein frisches Wasser aus der Leitung bekommst, nimmst du notgedrungen das Dreckwasser, um deinen Durst zu stillen. Und jetzt kommt jemand daher und sagt: „Du solltest unbedingt aufhören, von dem Dreckwasser zu trinken.“ Du antwortest: „Aber ich bekomme kein Frischwasser mehr aus der Leitung.“ Und dann sagt dir diese Person: „Ach hab dich nicht so. Frisches Wasser ist nicht das einzige im Leben.“ Du kannst dann natürlich versuchen, auf das Dreckwasser zu verzichten, ohne frisches Wasser zu bekommen. Du wirst dann allerdings nach einer Weile etwas vertrocknet aussehen. 😉

      • Hi Kokus… 🙂

        ich habe dich schon verstanden und gebe dir ja auch recht in dem was du über die Enthaltsamkeit der Frau gesagt hast. Gibt ja auch Frauen, die die Verweigerung als Mittel zur Manipulation und Erpressung benutzen…auch nicht gerade die feine englische Art. Und auch prüde Christinnen, die keine gesunde Vorstellung von Sex haben.

        Trotzdem finde ich, dass du disen Punkt etwas überbetonst, du hast bestimmt deine Gründe und Erfahrungen. Aber es muß ja nicht für jedem in gleichem Maße gelten ?!
        Der Vergleich mit dem Wasser hinkt insofern, dass du das klare Wasser dem Sex gleichsetzt. Wir trinken doch aus einer anderen Quelle… Man könnte auch sagen: Der Mensch lebt nicht vom Sex allein….ich meine Paulus ist schließlich auch nicht daran gestorben. 🙂

      • Hallo Petra,

        ja, wir trinken aus der „Jesus-Quelle“. Ich finde es allerdings falsch, wenn unter Berufung darauf quasi behauptet wird, wir könnten auf die Erfüllung unserer natürlichen Bedürfnisse verzichten.

        Dein Verweis auf Paulus hinkt insofern, dass Paulus laut eigener Aussage von Gott zur Ehelosigkeit begabt worden ist. Diese Begabung haben nicht alle; wahrscheinlich haben sie die wenigsten. Hat jemand diese Gabe nicht und ist trotzdem ohne Sexualpartner, stirbt er natürlich nicht, aber das habe ich auch nirgendwo behauptet. 😉

      • Hallo Kokuspalme,

        klar, es ist schon richtig, dass die Bedürfnisse vorhanden sind. Ich habe dich verstanden!
        Aber was soll man machen, wenn die Ehe krieselt wegen solchen Problemen? Sicher muß man dem auf dem Grund gehen….. und wenn seine Frau da ein Problem hat – natürlich muß man auch das anpacken. Wir können dies aber aus der kurzen Schilderung nicht vollständig beurteilen. Wir wissen nur von P.B., welcher vorrangig unter SEINER Sucht leidet. Es nützt ihm im Endeffekt glaue ich nicht viel, wenn man einen anderen Verantwortlichen sucht, das würde nur kurzfristig entlasten. Obwohl da natürlich hintergründig viel mit rein spielt…

        LG
        Petra

  3. Ich finde es ein gutes Zeichen, dass du dich nicht mit der Sünde abfinden kannst.. und auch deine Ehrlichkeit mit diesem Thema! Es ist sicher gut, es sich (und auch anderen) einzugestehen, anstatt so zu tun als sei alles in Ordnung und hermzuheucheln. Wie ich gehört habe, kommen da auch schon einige Gemeinden drauf und staunen, was sich da in den Reihen alles so verbirgt…. und in welchem Maße..
    Leider habe ich den Knopf auch nicht gefunden, falls es überhaupt so etwas gibt….und wenn, kann wahrscheinlich nur ER ihn drücken. Mich zieht es immer wieder nur zu dem Gedanken, dass es nötig ist SEINE Liebe und Gnade erstmal richtig zu erkennen. Das ist denke ich die Grundlage und der Ausgangspunkt für alles weitere. Und auch wichtig, dies über andere Christen zu erfahren und sich gegenseitig zu unterstützen, aufhelfen, lieben,…ist wohl gerade bei uns, die wir schon viel mitgemacht haben im Leben und von Gesetzespredigern schon öfter in die Mangel genommen wurden ganz wichtig! Da bist du hier glaube ich nicht alleine.
    Leider sind solche Geschwister heutzutage da draußen in der Realität eine Rarität.

    Ich wünsche dir jedenfalls viel Frieden und Gelassenheit im Herzen bei deinem Weg! Vor allem seine Gnade sei mit dir!
    Und wenn du im Internet unterwegs bist, dann schau lieber mal auf dieser Seite: nacktetatsachen.at

    Lieber Gruß
    Petra

    • Ihr Lieben, Petra und Kokospalme, spricht hier eigentlich noch jemand mit mir, die ihr euch so gut über meinen „Fall“ austauschen könnt? Wo ich euch also den Stoff, aus dem die Träume sind, lieferte, Kinogehen und möglicherweise den nächsten Hauskreis erspare, bekomme ich von jedem von euch € 15,– (inkl. Fahrgeld)
      Im Ernst, Petra,:Deine Einschätzung, ich habe Ehebruch begangen, traf am härtesten, was ich nicht abwerte, sondern überdenke. Seit dem Austausch mit euch bin ich P.-frei. Kokospalme, mit dir und Petra würde ich mich gern mal an einen Tisch setzen. (Tagtraum)

      Herzlichst, P.B.
      ……….und gutes Gelingen!.

      • Hallo P.B.,

        ich habe meine an Petra adressierten Einwände durchaus auch für dich geschrieben, eigentlich sogar hauptsächlich für dich. Ich habe lediglich Petra angesprochen, weil ich ja auf ihre Beiträge eingegangen bin. Ich bin davon ausgegangen, dass du mitliest (was ja offenbar der Fall war), in der Hoffnung, dass du von meinen Beiträgen einen Gewinn hast.

        Super, dass du jetzt pornografiefrei bist! Damit das auch so bleibt und damit deine Beziehung zu deiner Frau auch sonst besser wird, rate ich dir, Probleme (z.B. das mit der sexuellen Enthaltsamkeit) anzusprechen und nach Lösungen zu suchen. Ich habe in meinem eigenen Leben schmerzhaft erfahren, wohin es führen kann, wenn man Eheproblemen aus dem Weg geht, statt sich ihnen zu stellen.

      • Hi P.B.,

        ich habe mich gefreut über deine P.-Freiheit! Und ich wollte dich auch wissen lassen, dass deine Auseinandersetzung damit, deine Ehrlichkeit und deine Offenheit mich selbst auch sehr motiviert und ermutigt haben!! Danke! 😉

        LG
        Petra

  4. Jetzt ist wieder so ein Moment, bei dem ich vor ein paar Tagen noch umgekippt wäre und nach den Nachrichtenseiten die scharfen, anmachenden Bilder im Netzt betrachtet hätte, VON EINEM TIEFEN GEFÜHL DES VERLASSENSEINS HERAUS, denn wenn ich unter Menschen bin und das Leben, das FREIE Leben, nicht unbedingt den Gepflogenheiten und Normen einer Gemeinde, mit anderen TEILEN kann, dann komme ich gar nicht auf die Idee, dass P. mir irgendwas bringen kann. Das Reintappen in die Sünde, bei der im Kopf so einiges geschieht
    (Neugier, Selbstvorwürfe, überspielt von reizenden Formen, gaukelt Leben vor, aber auch Gedanken wie: warum tue ich mir das an,?, das Verlassensein ist weniger geworden, guck mal da, ich bin von allen guten Geistern verlassen, in einen Hauskreis kann ich nicht gehen, ich hab’s probiert, der plätschert so vor sich hin, wenn ich da mit meinem Hammer P. reinplatze, sagt man mir-konkret geschehen- dass die wirklich dicken Dinger NICHT im Hauskreis angesprochen werden, nur wenigen Vertrauten, ich bin halt die arme Sau und die anderen so weit entwickelt als Christen.
    „Im Hauskreis kannst du alles ansprechen, was du – DES STARREN ABLAUFES WEGEN – nicht sagen kannst.“ Die Wahrheit ist da aber nicht, Kollegen.Ja, die Bilder hier, guck mal, was die da machen. Da bewegt sich was..Oh, ich elender Mensch! Vorhin hatte ich die Wahl, zu beten oder P. zu gucken. Ich traue Jesus gar nicht mehr zu, dass er mir direkt und hier und jetzt gleich helfen kann. Da bewegt sich noch mehr. HERR JESUS;ICH HABE WIEDER VERSAGT; VERZEIH MIR BITTE:ICH KANN DIR NOCH NICHT MAL VERSPRECHEN; DASS ES NICHT WIEDER PASSIERT,
    ABER BITTE HILF MIR, IRGENDWIE)
    Und nun hab ich nicht P. geguckt, weil es konsequentegnade gibt, mit lieben Menschen, die auf mich eingingen. Die letzte Nacht war wieder kurz, werde wach und bin aufgewühlt, von meinem Versagen und weil es euch gibt.

    DANKE, IHR LIEBEN !

    P:B.
    (Schilderungen aus dem Leben eines unreifen Christen, siehe oben.)

  5. Nochmal kurz…. ich glaube, ich habe den Knopf gefunden…oder den Schlüssel (o.k. – damit zumindest mal ein wenig jonglieren dürfen heute 🙂 ) Weil…seit Monaten verfolgt mich der Vers aus Kolosser 2,6 (der auch auf diesen Seiten oft vorkommt): „WIE ihr nun den Herrn, den Christus empfangen habt, SO wandelt in ihm,…“

    So, da is er nun, der Schlüssel:

    „Da wir nun gerechtigt worden sind AUS GLAUBEN, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, duch den wir im GLAUBEN auch ZUGANG erhalten haben zu dieser GNADE, in der wir stehen….“ (Römer 5,1-2)

    ..auch Römer 10,4…..10..

    und natürlich Epheser 2,8..
    „Denn aus GNADE seid ihr errettet DURCH GLAUBEN, und DAS NICHT AUS EUCH, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

    Ich weiß, na ist doch logisch. *aufdieStirnschlag* Steht doch auf jeder Seite der Bibel…..
    Theoretisch ist das ja klar, aber praktisch….
    Es geht wirklich um Vertrauen ZU DIESEM gnädigen Gott, der eben nicht so ist, wie so viele gesetzliche Geschwister ihn darstellen und genau damit den Glauben anderer ersticken und zerstören!

    Was bin ich froh, dass ER ganz anders ist! 😀

      • Danke, diese Artikel kannte ich noch nicht. Sie haben mir aber leider auch nicht weitergeholfen.
        Vor einiger Zeit fand ich diese Seiten hier sehr informativ und inspirierend, aber mittlerweile verwirren sie mich eher.
        Ich hoffe für Dich/Euch, dass Ihr klar bleibt (und wo es noch fehlt, werdet).

        • Da wir seit Jahren (mindestens seit 2007) die selben Dinge sagen (noch bevor „Gnade“ zum Modethema wurde – was es übrigens auch mal Anfang der 1990er Jahre in Deutschland war), wäre es interessant zu wissen, worauf genau sich die Verwirrung bezieht und ob man daraus konkrete Fragen machen kann.

      • Inwiefern ist denn Gnade heute ein Modethema? Woran kann man das sehen? Sind Andrew Farleys Bücher in aller Munde? Oder ist es etwas anderes?

        Und wo ist Gnade ein Modethema? In Deutschland? Europa? Europa plus Nordamerika?

        Generell bin ich immer skeptisch, wenn etwas zum Modethema wird. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass auf einmal viele Christen kritisch die eigenen Haltungen und die verbreiteten evangelikalen Lehren hinterfragen, Gnade konsequent zu Ende denken und neue Lehren über die Gnade, die sie hören, kritisch anhand der Bibel prüfen. Ich befürchte eher, dass die Masse lediglich sagt: „Ach schön, sündigen ist nicht so schlimm, ist ja alles irgendwie Gnade, hat ja der Farley geschrieben.“ Und ändern Pastoren und Buchautoren, die jahre- oder jahrzehntelang einen Gnade-Werke-Mix vertreten haben, jetzt auf einmal ihre Meinung und vertreten konsequente Gnade?

        • Modethema ist es in Kreisen, die sich als eine Art christliche Avantgarde betrachten (geographisch nicht nur im Westen zu Hause) – immer ganz nah am Pulsschlag Gottes (denken sie jedenfalls). Hat es sich dort in der einen oder anderen Form festgesetzt, so setzt es sich leichter auch anderswo durch (siehe die Praxis von „Lobpreis“).

          … wenn die „Masse“ der Familie mal sagen würde „sündigen ist nicht so schlimm“, wäre schon etwas gewonnen – die Angst vor dem Sündigen ist EINE der Grundlage für die Diktatur von Falsch und Richtig. Schöner wäre aber, sie würde auch die Möglichkeit echter Veränderung erkennen.

          Nein, der Gnade-Werke-Mix bleibt uns leider erhalten – der einzelne Christ muss weiter prüfen und aussortieren. Ein wenig Bibelkenntnis wird dabei bestimmt nicht schaden 😉

  6. Bei diesem Punkt hier:
    „wundere dich nicht, wenn dich das Erlaubte plötzlich nicht mehr reizt (nachdem es nun nicht mehr verboten ist)“

    habe ich den faden verloren. Sorry, aber ich denke die geschichtliche Erfahrung und viele individuele Beispiele sagen mir eher, dass Dinge, die mal verboten waren, und nun erlaubt sind, eben nicht den „Reiz des verbotenen“ verlieren, eben weil der Reiz tiefere Wurzeln hat, als nur das Verbotensein.

    Wenn im öffentlichen Leben ein Verbot abgeschafft wird, führt dies eben doch zu einer Zunahme des Tuns des nun Erlaubten und vorher Verbotenen, mag sein, dass der Reiz bei all denen auch schon vorher vorhanden war, aber die Strafandrohung hat verhindert, es auch auszuleben. Die frage, ob das entsprechende Verhalten objektiv nützlich oder tatsächlich zerstörerisch ist, spielt häufig eine eher nachgeordnete Rolle.

    Ich habe mal vor einiger zeit gelesen, dass in manchen christlichen Kreisen, Eltern ihre minderjährigen Töchter zu einer Abtreibung drängen, wenn diese unverheiratet schwanger werden. Als Abtreibung in dem entsprechenden Land noch verboten war, war dies noch anders. Bei weniger (moralisch) gesetzlichen Christen wird hingegen oft so geredet, als ob die persönliche Entscheidung des Menschen diese Entscheidung (z.B. für oder gegen das Austragen des Kindes) diese im christlichen Sinne richtig macht. Also ist das Eine genauso richtig wie das Andere. Dies aber ist wiederum nur ein Spiegeln des Gesetzes (dea aktuell geltenden staatlichen Gesetzes).

    Nun wird ja in dem Artikel das „Mir ist alles erlaubt“ zitiert, wie verhält es sich aber dann mit anderen Stellen gleichen Autors, wo dieser davon spricht, welche konkreten Verhaltensweisen zum Ausschluss aus der christlichen Gemeinschaft führen sollen (1. Kor. 5)?

    • Wir sagen das nicht in Bezug auf jeden Menschen (obwohl es auch dort bei genug Menschen greift), sondern in Bezug auf den Gläubigen, der ein Neues Herz und ein Neues Leben hat. Wird die Last des Gesetzes von ihm genommen, können sich erst die neuen Antriebe, Motive, Beweggründe, Gefühle etc. zeigen.

      Zu den „Geboten“ des Neuen Bundes bzw. für die Gemeinde: diese habe nicht den Zwangscharakter der Gebote des Gesetzes. Es wäre erlaubt, sie auch nicht zu befolgen – und sie sind nicht strafbewehrt (wie die Gebote des Alten Bundes).

      Wir sind nicht gegen richtig und falsch – oder treffender: besser oder schlechter. Aber ob ein Verhalten schlechter oder besser ist, darf nur EIN Kriterium im Entscheidungsprozess sein und nicht DAS Kriterium. „Ich muss tun, was richtig ist“ gerät nämlich sehr schnell in Konflikt mit der noch wichtigeren Frage „was kann ich von Herzen tun?“.

  7. Oh meine Fresse. Oh meine Güte. Es reißt mich vom Hocker.
    Was für Höllen-/Satans-/Dämonen-Irrlehren. Dieser Artikel und diese Seite ist eine Dämonische Höllen bindende schlechte Nachrichten verbreitende Irrlehren Seite. Alles steht im Widerspruch züur Schrift, Jesus sagte, man kann und muss aufhören zu Sündigen (Joh 8,11). Wenn man wiedergeboren ist, kann man aufhören und muss aufhören zu sündigen. Es braucht keine Zeit, es passiert sofort! Man wird sofort von Jesus befreit. Sünde ist böse und zerstört. Hier wird ein FALSCHES Satansevangelium gepredigt!

    • Wir freuen uns immer über ausgewogen formulierte Kritik wie diese 😉

      Mt 10,25 Es ist dem Jünger genug, dass er werde wie sein Lehrer und der Sklave wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebul genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen!

      … und wir sind uns völlig sicher, dass auch der Kommentarschreiber ein paar seiner Sünden partout nicht unter die Füße kriegt

  8. „du musst nicht alles Böse ausprobieren, das dir einfällt – es reicht völlig, sich auf das zu beschränken, was dich immer schon gereizt hat 😉“

    Gehts euch nicht gut???

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