… und wahrer Gott.

Dass Jesus Gott ist, wird meist nicht in Frage gestellt – aber ob er ein echter Mensch war, doch öfter mal.

Halten wir deshalb mal ein paar Fakten über ihn fest, was seine Zeit auf diesem Planeten angeht:

  • Jesus hat alle lieb; aber manche mochte er besonders 😉 … Lazarus etwa oder seinen Jünger Johannes
  • Jesus mochte Partys und wurde als „Weinsäufer“ diffamiert ( Lk 7,34 )
  • vermutlich hat er auch getanzt (das war so üblich auf den damaligen Partys)
  • er konnte sich ärgern und zornig werden
  • er hatte einen Selbsterhaltungstrieb und deshalb auch einen echten Kampf in Gethsemane
  • er war versuchbar (auch wenn er nie nachgegeben hat, Hebr 4,15 )
  • deshalb war er auch grundsätzlich fähig zu sündigen – auch wenn er es nie getan hat (Achtung! das bedeutet nicht, dass er eine sündige Natur gehabt hätte!)
  • er war kein geistlicher Supermann, sondern sein Gehorsam war umkämpft und ging ihm nicht immer leicht von der Hand ( Hebr 5,8 )
  • in seinem Fleisch wohnte zwar nicht die Sünde (so wie in unserem), aber sein Fleisch bzw. seine Natürlichkeit war genauso schwach wie unseres
  • er war der erste Neue Mensch: mit einem lebendigen Geist und einem schwachen Fleisch – so wie wir
  • er steuerte also nicht irgendeinen Körper fern (wie ein Geist in einem schlechten Horrorfilm), sondern war mit dem Mensch-Sein 1:1 konfrontiert
  • er weiß, wie es ist, sich mit den seltsamen Charaktereigenschaften von Menschen herumschlagen zu müssen 😉
  • er hatte eine Herkunftsfamilie, mit der es so einige Spannungen gab

Kurz und gut: er weiß also, wie wir uns fühlen 😉

 

Siehe dazu jetzt auch die Ausarbeitung von Michael Trenkel: http://www.michael-trenkel.de/docs/In_Gleichheit_des_Fleisches_MT.pdf

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  1. Kennt ihr dieses hübsche Weihnachslied schon?

    Jenseits von Kitsch…
    Für manche vielleicht bißchen krass….gefällt mir aber trotzdem 😉
    …nur aus der richtigen Perspektive hören!

    • Ich finde es super, super, super…..Der Text ist einfach ehrlich und berührt mich doch sehr. Er spricht das aus, was ich auch fühle. Danke!
      glg
      Heike

  2. M.E. alles Wichtige kurz und knapp getroffen!

    Wenn man das NT liest, bemerkt man: Jesus war nicht der rein überirdische Retter, der cool, aus einer himmlischen Sphäre heraus, den Auftrag Gottes erfüllte: Er war stark emotional beteiligt (seine menschliche Seite!). Er weiß z.B., dass er Lazarus erwecken wird, aber die Trauer seiner Freunde rührt ihn so, er muss selbst weinen (Joh 11). Das Schicksal des Aussätzigen „rührte ihn an“ (Mk1), die Menschen, die zu ihm kamen und verzweifelt auf seine Hilfe hofften „jammerten ihn“ (Mk 6) usw. Selbst, auf dem Weg nach Golgatha (!), betrauerte er noch die Frauen Jerusalems: Es sei besser, keine Kinder in die Welt zu setzen, denn das prophezeite Gericht werde bald kommen. (Lk23)

    Oft erscheint Jesus sogar als rein menschlicher, freundschaftlicher Retter, durch den die Gnade Gottes – in persönlicher Begegnung – wirksam ist. Persönliche menschliche Begegnung heißt: jenseits der Religion und der anerkannten Glaubensgesetze. Einige Beispiele: Jesus ist so erfreut über den „Glauben“ an seine Fähigkeit zu heilen, den „Glauben“ an seine Nächstenliebe, den der Gichtbrüchige und seine Freunde zeigen. Er heilt ihn nicht nur, sondern vergibt ihm auch mit göttlicher Vollmacht alle Schuld – ohne irgendein Schuldbekenntnis, ja nicht einmal auf eine Bitte hin! Eigentlich ein theologisch-religiöser Skandal! (Mk 2) Unglaublich ist auch, dass Jesus im NT nur 2 Menschen einen wirklich „großen Glauben“ zuschreibt – keinem Apostel, sondern ausgerechnet: der kanaanäischen Frau und dem Zenturion („Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden“)! Beide waren Heiden aus verfluchten Völkern, sie kannten wohl nicht einmal die 10 Gebote. Sie waren keine Anhänger Jesu. Sie spürten wohl nur in der persönlichen, menschlichen Begegnung mit Jesus dessen Geist, seine Nächstenliebe und wussten instinktiv: Da ist eine himmlische Kraft zu heilen. (Mat 8; Mat 15).

    Jesus als Partydancer? Einige glauben, dass selbst das Letzte Abendmahl einen Partyabschluss mit Gesang und Tanz hatte, um sich Mut zu machen: das „Loblied“, das er und seine Jünger (laut Mt 26,30 und Mk 14,26) gesungen (und getanzt) haben. Es endet mit Psalm 118, Lyrics sinngemäß: Alles Unglück wird vergehen, aber die Gnade Gottes bleibt ewig bestehen. Gott der Herr bringt Hilfe…

  3. Hab was Interessantes vergessen (wenn ihr es eh nicht schon wisst)! Wir vergessen allzu leicht die altorientalische Kultur des Judentums, aus der Jesus stammt.
    Bei Jesus gehörte Party/Tanz laut NT eigentlich zum Programm: Der Gute Hirte zieht durch die Dörfer, findet die verlorenen Schafe – und feiert mit seinen Freunden eine Party. Im „Haus des Vaters“ findet für den verlorenen Sohn eine Party statt.
    Überhaupt galt der Messias ja als die Erfüllung der meist ausgelassenen jüdischen Feste, die auf ihn verweisen. Jesus selbst z.B. bezeichnete sich z.B. als der Spirit/Geist des Laubhüttenfests (heute noch in Israel riesen Party) usw. Bei der (altorientalischen) Hochzeit rettet er sogar die Party: Alle sind schon betrunken und er setzt den besten Wein noch obendrauf.
    (vgl. z.B. König David als Musiker/Sänger/Tänzer)

    • Ohne „schwaches“ Fleisch wäre Jesus nicht „versuchbar“ gewesen … und er hätte keine Ahnung, wie das Leben für uns ist … und er hätte nicht aus Glauben leben müssen, sondern hätte sich auf sein „starkes“ Fleisch verlassen können …

      Hebr 4,15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem in gleicher Weise wie wir versucht worden ist, doch ohne Sünde.

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