Der Judas-Brief gehört sicherlich nicht zu den einfachen und klaren Passagen im Neuen Testament. Wir schauen mal, ob wir ein wenig Licht in die Sache bringen können und dabei vielleicht noch etwas lernen können.

Der zitierte Bibelabschnitt findet sich hier. Los gehts:

1 Judas, Knecht Jesu Christi, aber Bruder des Jakobus, den Berufenen, die in Gott, dem Vater, geliebt und in / durch Jesus Christus bewahrt sind:

Wie schön: wir sind berufen, geliebt und bewahrt. Wir haben einen Vater. Gott ist für uns kein höheres Wesen oder der Garant der Moral oder ein unpersönliches Prinzip – er ist ein Vater.

2 Barmherzigkeit und Friede und Liebe werde euch immer reichlicher zuteil!

Barmherzigkeit, Friede und Liebe sind Dinge, die immer mehr zunehmen können in unseren Leben. Wir sind in einen Prozess der Veränderung hineingenommen worden. Es ist nicht alles sofort da, sondern es nimmt zu über die Monate, Jahre und Jahrzehnte. Das ist ein Trost für alle, die nicht auf schnelle Verhaltensänderung setzen, sondern darauf vertrauen, dass Gott sie innerlich verändert. Sie sparen sich äußeres Verhalten, das vielleicht fromm aussehen mag, aber nicht von Herzen kommt.

3 Geliebte, da ich allen Fleiß anwandte, euch über unser gemeinsames Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den ein für alle Mal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen.

Judas hat vermutlich vorher schon mal in einem oder mehreren Briefen über unser Heil in Christus geschrieben. Nun tut er es nicht noch mal, sondern ermahnt die Gläubigen, für den „den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen“.

Die Heiligen – das sind wir. Wir sind heilig in unserer Neuen Natur. Heilig gemacht durch Gott. Natürlich sind wir keine Heiligen auf der Verhaltensebene – aber wären wir keine Heiligen, in dem was wir sind, gäbe es auch kein heiliges Verhalten: nur ein guter Baum kann gute Früchte hervorbringen.

Und wir sollen kämpfen für den Glauben. Nicht für eine Morallehre oder irgendwelche ethischen Standards oder sogenannte christliche Werte. Sondern für einen glaubenden Umgang mit Gott: glaubend, dass er da ist und glaubend, dass er uns erlöst hat und glaubend, dass er uns gerne gibt und glaubend, dass nur er uns verändern kann (und nicht unsere eigenen Bemühungen oder irgendwelche Regeln). Denn offensichtlich gibt es Leute, die diesen Glauben in Frage stellen. Wir werden sehen, wie sie das tun.

Zum Kämpfen für den Glauben: Wenn unser Leben ein Kampf ist, wird das von einigen Christen gerne gleichgesetzt mit Dingen wie Anstrengen, der Sünde widerstehen, Hingabe, 100 Prozent für Jesus. Aber wie der Judasbrief zeigt, bedeutet Kampf für den Glauben andere Dinge: das Bleiben bei dem, was wahr ist – dem Leben aus Gnade. Die Zurückweisung anderer Lehren. Die Konfrontation der falschen Lehre und der falschen Lehrer. Das ist nicht bequem.

Niemand muss das tun. Aber wenn wir begeistert sind von der Gnade Gottes, könnte es passieren, dass wir das gar nicht so unter Kontrolle haben: ein natürlich-übernatürlicher Widerwille gegen das Leugnen und Verwässern der Gnade Gottes erfüllt uns.

4 Denn gewisse Menschen haben sich heimlich eingeschlichen, die längst zu diesem Gericht / Urteil vorher aufgezeichnet sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Ausschweifung verkehren und den alleinigen Gebieter und unseren Herrn Jesus Christus verleugnen.

Nun sagt er, warum die angesprochenen Gläubigen kämpfen müssen: die Gemeinde ist infiltriert worden von „gewissen Menschen“. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich von der Gnade abwenden und Jesus verleugnen. Sie leben in etwas, was Judas „Ausschweifung“ nennt. Weiter unten werden wir sehen, was er darunter verstand. Sie haben sich eingeschlichen, sie segeln also unter falscher Flagge. Das werden sie sicher nicht gekonnt haben, ohne die richtigen Worte benutzt zu haben. Sie wußten, wie man „fromm“ klingt.

Wie wir wissen, ist die Gesetz die Kraft der Sünde 1Kor 15,56 . Durch das Lehren der Gnade entsteht keine Ausschweifung – obwohl oft das Gegenteil behauptet wird. Wer Christen zeigt, wie erlöst sie in Christus sind, wird ihr Sündigen nicht fördern. Sie werden dadurch vielleicht anders sündigen, aber nicht mehr. Sie geben es auf, ihr Sündigen aus eigener Kraft zu bekämpfen. Sie bringen es vor anderen ans Licht, d.h. sie stehen dazu, wie es in ihrem Leben wirklich aussieht. Das Versteckspielen wie unter dem Gesetz hört auf. Es ist ihnen nicht mehr so wichtig, wie die Dinge aussehen, sondern wie sie sind.

Das Lehren des Gesetzes in unbiblischer Weise – also im Sinne von „Stell dich unter das Gesetz! Halte es!“ – ist vielmehr das, was das Sündigen fördert. Außerdem verleugnen die Lehrer des Gesetzes Jesus weit effektiver als Leute, die Jesus als „großen Lehrer der Menschheit“ oder „Vorbild“ oder so was bezeichnen. Bei denen weiß man sofort, woran man ist. Die können sich nicht einschleichen. Man merkt leicht, dass das, was sie sagen, Jesus als Sohn Gottes und Herrn „verleugnet“. Die Einschleicher reden von Jesus, für sie ist dieser Jesus auch der Herr, aber der Herr des Gesetzes: er stellt die, die an ihn glauben, unter das Gesetz und fordert von ihnen die Einhaltung mosaischer und anderer Gesetze. Das ist aber nicht derselbe Jesus, von dem wir Gnade um Gnade nehmen Joh 1,16 , es ist ein „anderer Jesus“ 2Kor 11,4 . Sie klingen ganz und gar nicht wie „Gottlose“ – praktisch aber haben sie sich abgeschnitten von der lebendigen Wirkung der Gnade Gottes auf uns.

5 Ich will euch aber, obwohl ihr alles wisst, erinnern, dass der Herr, nachdem er das Volk einmal aus dem Land Ägypten gerettet hatte, zum zweiten Mal die vertilgte, die nicht geglaubt haben;

Judas erinnert die angesprochenen Christen an Dinge, die sie schon wußten. Sie waren entsprechend gelehrt worden. Sie werden also nicht durch den Brief an sich gelehrt, sondern nur an das erinnert, was sie schon wußten. Diese Lehren sind nicht überliefert, sondern nur die Stichworte in Briefen wie denen von Judas (oder Paulus oder Petrus oder Johannes). Aus diesen Stichworten rekonstruieren wir als die Späteren das, was die Lehre der ersten Gemeinde war, der „überlieferte Glaube“.

Und Judas erinnert an die Israeliten, die nach dem Auszug aus Ägypten umkamen, die „die nicht geglaubt haben“. Danach erinnert er an gefallene Engel (den Teufel und seine Dämonen?), dann noch an Sodom und Gomorra:

6 und Engel, die ihren Herrschaftsbereich nicht bewahrt, sondern ihre eigene Behausung verlassen haben, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Fesseln unter Finsternis verwahrt, 7 wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Städte, die in gleicher Weise wie sie Unzucht trieben und hinter fremdem Fleisch herliefen, als ein Beispiel vorliegen, indem sie die Strafe des ewigen Feuers erleiden.

In den Versen 5 bis 7 ist von Vertilgen, Gericht und Strafe die Rede. Es geht um das Vertilgen eines Teils der Juden, die aus Ägypten auszogen, um gefallene Engel und die Städte Sodom und Gomorra. Die geschilderten Vergehen sind Unglauben,  Untreue / Ungehorsam und Unzucht.

Im Bereich der Sexualität („Unzucht“) erweist sich die Machtlosigkeit des Gesetzes besonders deutlich. Denn hier hilft die eigene Willenskraft dem Menschen besonders wenig. Hier zählt nur echte, innere Veränderung.  Da zudem das Leben unter dem Gesetz die Begierden erst recht fördert, erleben Anhänger des Gesetzes auf diesem Gebiet oft ihre größten und regelmäßigsten Demütigungen. Das, was davon an die (gemeindliche) Öffentlichkeit dringt, ist nur die Spitze des Eisbergs. Und sie sind doppelt gestraft: lange bleiben sie ganz allein mit dem, was ihnen Not macht. Und wenn sie dann plötzlich nicht mehr damit allein sind, dann ist kein wohltuendes Nicht-Allein-Sein, sondern sie bekommen Verurteilung und Schmähung von ihresgleichen.

8 Ebenso aber beflecken auch diese [die Eingeschlichenen] als Träumende das Fleisch, die Herrschaft aber verachten sie / jede Macht lehnen sie ab, Herrlichkeiten aber lästern sie.

Wie man als Träumender sein Fleisch befleckt – keine Ahnung.

9 Michael aber, der Erzengel, wagte nicht, als er mit dem Teufel stritt und Wortwechsel um den Leib Moses hatte, ein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte / strafe dich!

„Diese“ sind schnell darin, ein Urteil zu fällen und von Bestrafung zu reden. Sie wissen immer genau, wen Gott gerade heimsucht für seine Sünden. Nur sie werden seltsamerweise immer verschont vom Gericht Gottes – jedenfalls in ihrer eigenen Wahrnehmung.

10 Diese aber lästern alles, was sie nicht kennen; alles, was sie aber von Natur aus wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich.

Für ihre Urteile und Verurteilungen brauchen sie nicht mal eine sichere Erkenntnisgrundlage. Sie urteilen schnell und wissen wenig – oder gar nichts. Ihr Verstehen ist ein rein instinktives – wie das der Tiere. Sie können keine Gründe dafür angeben. Warum sie sich darin verderben? Schwer zu sagen. Weil ihre Instinkte eben nicht vom Werk des Heiligen Geistes in ihnen umgeprägt worden sind? Weil alles noch beim Alten ist in ihnen?

11 Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben, und in dem Widerspruch  Korachs sind sie umgekommen.

Was ist der Weg Kains? Was ist der Irrtum Bileams? Was ist der Widerspruch Korachs? Daran arbeiten wir noch.

Nun verrät uns Judas noch mehr über „diese“, die Eingeschlichenen:

12 Diese sind Flecken bei euren Liebesmahlen, indem sie es sich ohne Furcht mit euch gut gehen lassen und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden fortgetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal erstorben, entwurzelt; 13 wilde Meereswogen, die ihre eigenen Schändlichkeiten ausschäumen; Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist.

Hier finden wir einen weiteren Hinweis auf den Zustand dieser Menschen, der „Eingeschlichenen“. Es gibt bei ihnen keine Frucht („fruchtleer“), nur frommen Weihnachtsbaumschmuck – sie sind „spätherbstliche Bäume“. Sie haben nichts, sie sind „Wolken ohne Wasser“. Und nicht nur, dass sie nichts haben – sie holen sich auch noch etwas von den anderen („sich selbst weiden“).

Sie sind „entwurzelt“, haben ihre Verbindung zu dem Grund, der sie ernährt, wieder verloren. Dieser Grund ist der perfekte Freispruch für uns, die Erlösung, die Gnade Gottes. Und durch das Gesetz sind sie aus dieser Gnade gefallen – zumindest für ihr Leben hier und jetzt auf dieser Erde.

Erstaunlicherweise sagt Judas, dass die Christen, an die sein Brief geht, diese Leute bei ihren Treffen dabei sein lassen. Die Christen konfrontieren also weder ihre Lehre noch wahren sie einen sozialen Abstand zu „diesen“ Menschen. Zum einen tun sie den „Einschleichern“ damit keinen Gefallen, weil die denken, es sei alles in Ordnung mit ihnen – zum anderen schaden sie sich selbst, denn die „diese“ verbreiten ihre Botschaft und „weiden sich selbst“ auf Kosten derer, die durch die Gnade Gottes etwas zu geben haben.

14 Es hat aber auch Henoch, der Siebente von Adam an, von ihnen geweissagt und gesagt [das apokryphe Buch Henoch Kap. 1,9]: „Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Myriaden, 15 Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.“

Jetzt kommt es noch härter. „Diesen“ wird Gericht vorhergesagt. Sie werden als gottlos bezeichnet. Und sie haben harte Worte über Gott geredet. Sie, die so gerne über Gericht und Strafe werden, werden das Gericht und die Strafe eines Tages selbst erleben.

16 Diese sind Murrende, die mit dem Schicksal hadern und nach ihren Begierden wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und sie bewundern Personen um des Vorteils willen.

Weiter geht es mit der Schilderung der „Eingeschlichenen“: sie murren, hadern mit ihrem Schicksal und folgen ihren Begierden. Sie sind also nicht in der Lage, etwas für ihre Bedürfnisse zu tun. Diese werden zu „Begierden“. Obwohl sie fruchtleer sind und nichts für sich tun können, reden sie stolz daher – als hätten sie doch etwas. Sie versuchen, sich „selbst zu weiden“, etwa indem sie sich an Menschen hängen, von denen sie sich Vorteile versprechen. Sie lieben nicht und geben nicht frei – sondern sie geben berechnend, weil sie sich etwas davon erwarten. Sie sind eine Art Vampire in der Gemeinde.

Sie haben sich selbst von der Gnade Gottes abgeschnitten (wenn sie sie denn jemals kennen gelernt haben). Das Sündigen ist dazu nicht in der Lage – das Gesetz sehr wohl.

17 Ihr aber, Geliebte, gedenkt der von den Aposteln unseres Herrn Jesus Christus vorausgesagten Worte! 18 Denn sie sagten euch, dass am Ende der Zeit Spötter sein werden, die nach ihren gottlosen Begierden / Begierden der Gottlosigkeiten wandeln.

Nun stellt Judas klar, dass das alles keine Überraschung ist für seine Leser und Zuhörer. Es wurde vorhergesagt – so wie Paulus vorhersagt, dass „Wölfe“ in die Gemeinde eindringen werden: Apg 20,29 I“ch weiß, dass nach meinem Abschied grausame Wölfe zu euch hereinkommen werden, die die Herde nicht verschonen.“

Diese Menschen wandeln nicht im Geist, sie wandeln nach ihren Begierden. Und was sollen sie auch sonst tun? Denn empfangen von Gott wollen sie nicht.

19 Diese sind es, die Trennungen verursachen, irdisch gesinnte / natürliche Menschen, die den Geist nicht haben.

Hier ist das härteste Urteil über diesen Personenkreis (oder einen Teil von ihnen?). Sie haben den Geist nicht. Und wir wissen Röm 8,9 … Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein. Es handelt sich also nicht um Christen.

Und sie verursachen Trennungen – vermutlich die Parteiungen, die wir aus Gal 5,20 kennen.

Nun haben wir eine lange Liste von Eigenschaften von „diesen“ Einschleichern zusammen:

  • gottlos (V. 4): praktisch leben sie ohne Gott und versuchen alles, was sie brauchen, selbst zu erarbeiten
  • verleugnen Christus (V. 4): das tun sie nicht offen, sondern über die Änderung des „überlieferten Glaubens“
  • beflecken das Fleisch (V. 8): was mag das bedeuten?
  • Träumer (V.10): träumen sie von großen Heldentaten für Jesus? Dem Tod auf dem Missionsfeld? Einem Leben in großartigem selbst erarbeiteten Segen?
  • unwissend (V.10): sie halten sich für wissend, sind es aber nicht – genauso wie in 1Tim 1,7 geschildert: „Sie wollen Gesetzeslehrer sein und verstehen nichts, weder was sie sagen noch was sie fest behaupten.“
  • unzufrieden (V.16): da sie nicht wirklich etwas von Gott empfangen, sind sie unzufrieden. Das wiederum treibt sie voran und kann sehr dynamisch wirken.
  • Hadern mit dem Schicksal (V. 6)
  • reden überheblich (V.16): sie sind nicht demütig, weil sie durch ihr Leben leugnen, dass dem Menschen in seiner Bedürftigkeit nur von Gott geholfen werden kann.
  • Schmeichler (V.16): da sie nicht von Gott empfangen, müssen sie sich an Menschen wenden und versuchen, sich von denen zu holen, was sie von Gott nicht bekommen
  • Spötter (V.18): worin liegt ihr Spott?
  • verursachen Trennungen (V.19): ihre gesetzliche Lehre verursacht Trennungen und Parteiungen
  • irdisch gesinnt (V.19): die gesetzliche Lehre fördert die Konzentration auf das Fleischlich-Natürliche, auf die Möglichkeiten dieser Welt – auf ein gottloses Leben, das nicht damit rechnet, daß der Herr etwas zu geben hat und gerne für uns sorgen möchte. Er ist für die irdische Gesinnten vielmehr der, der viel fordert und wenig gibt („Ich wußte, dass du ein harter Herr bist“)
  • Haben den Heiligen Geist nicht (V.19): vielleicht die härteste Aussage – denn am Ende sind sie nicht mal (wenn auch irregeführte) Söhne und Töchter Gottes?
Was wir an dieser Liste deutlich sehen: der Brief redet nicht von Christen, die versagen und sündigen. Oder denen die Gnade zu sehr zu Kopf gestiegen ist. Die sich von Gott allein ihre Veränderung erhoffen.

20 Ihr aber, Geliebte, erbaut euch auf eurem heiligsten Glauben, betet im Heiligen Geist, 21 erhaltet / bewahrt euch in der Liebe Gottes, indem ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus erwartet zum ewigen Leben.

Wir sind in der Lage, uns selbst „erbauen“ zu lassen: denn wir empfangen von Gott „Gnade um Gnade“, ganz anders als die „Eingeschlichenen“. Wir leben im Glauben an einen Gott, der gerne gibt. Den „Eingeschlichenen“ erscheint er nicht als der, der gerne gibt – sondern der gerne fordert. Und folglich haben sie nichts.

Wir werden aufgefordert, in der Liebe Gottes zu bleiben. Gott ist uns wohlgesonnen. Er wendet sich nicht von uns ab. Seine Liebe ist konstant. Sie hängt nicht von unserem Wohlverhalten ab. In dieser Liebe können wir uns „erhalten“ oder „bewahren“.

22 Und der einen, die zweifeln, erbarmt euch 23 rettet sie, indem ihr sie aus dem Feuer reißt; der anderen aber erbarmt euch mit Furcht, indem ihr sogar das vom Fleisch befleckte Gewand hasst!

Worin der Zweifel der Zweifelnden besteht, wird nicht erklärt. Geht es um den Einfluß der „Eingeschlichenen“, deren Gesetzeslehre Zweifel an der Gnade und Liebe Gottes auslöst?
Wer sind die „anderen“? Die, die schon über den Zweifel hinaus sind und der Gesetzeslehre Glauben schenken. Denn wie wir wissen, tritt „Fleisch“ oft zusammen mit Gesetz auf. Das Gesetz ist das, was das Natürliche mobilisiert, es wieder vom Einfluß des Geistes isoliert, seine Bedürfnisse unbefriedigt läßt und Begierden weckt.

24 Dem aber, der euch ohne Straucheln zu bewahren und vor seine Herrlichkeit tadellos mit Jubel hinzustellen vermag,  25 dem alleinigen Gott, unserem Retter durch Jesus Christus, unseren Herrn, sei Herrlichkeit, Majestät, Gewalt und Macht vor aller Zeit und jetzt und in alle Ewigkeiten! Amen.

Judas lobt Gott. Er lobt ihn für das, was er ist und was er für uns tut. Gott bewahrt uns. Wir sind auch vor Gottes Herrlichkeit tadellos – wir sind keine Bettler, die trotzdem vor den König und seine Herrlichkeit dürfen. Sondern wir sind Königskinder, tadellos gemacht worden. Wir bieten keine Angriffsfläche. Man kann uns nicht anklagen. Wir haben einen Retter, der uns keineswegs nur völligen Straferlass verschafft hat, sondern einen Freispruch erster Klasse. Wir sind völlig unschuldig, als hätten wir nie etwas getan.

Kein Wunder tun wir gut daran, uns gegen jeden zur Wehr zu setzen, der das leugnet. Im Grunde könnte man den Judasbrief auch als Plädoyer gegen die falsche und letztlich lieblose Tolerenz gegenüber Gesetzeslehrern verstehen. Und er zeigt uns, dass Liebe tatsächlich nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen ist – was die Gesetzeslehrer auch gerne mal sagen, es aber ganz anders meinen: sie wollen Härte gegen sündigende Christen – und nicht gegen irrlehrende Gesetzesanhänger.

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  1. Oben heißt es bei Judas
    Irrsterne, denen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbewahrt ist

    Das Dunkel der Finsternis macht uns hier unmittelbar den Eindruck des (selbstverständlich) Bösen.
    Das war aber nicht immer so. Am Anfang war allüberall Finsternis und Gott liebte das Dunkel und das Dunkel war sein Beherbergungsort. Gott hat also einen durchaus positiven Umgang mit Dunkel und Finsternis.
    Die Kontrastierung „Dunkel und Finsternis sind schlecht“ nahm dann ihren Anfang in der Schaffung von Licht (in 1M) und durch den Sündenfall, der allgemeinhin als Werk der Finsternis angesehen wird, was aber nicht ganz richtig sein kann, denn noch bis Hiob liebt Gott Dunkel und Finsternis – und bis Hiob sind es immerhin rund 2000 Jahre.
    Vielmehr ergibt sich in Hiob das erste Mal, dass Licht mit Gott in Verbindung gebracht wird. Und später heißt es, wir sind das Licht Gottes. Möglicherweise meint das Gläubige, die in Jesus wandeln.

    Eine Auslegung muß sich also immer vor Augen halten, dass Finsternis nicht unmittelbar mit dem Teufel und seinen Werken verbunden ist.

    Und die Ewigkeit bei Judas ist das (endliche) Äon, ein Zeitabschnitt.

  2. Am Anfang war allüberall Finsternis

    NEIN, es war nur kein Licht – bis Gott dieses geschaffen hat.
    Also, Dunkel entsteht nur bei Abwesenheit von Licht; das war aber vor Schaffung des Lichts garnicht der Fall.

    Ja, und überhaupt, Gott ist garnicht die Liebe, Gott ist ein Kriegsmann. Das mit Gott ist die Liebe ist möglicherweise auf Jesus bezogen.

    Das ist mein 3. Kommentar heute. Bitte nicht gleich wieder löschen. Ich kann nicht immer dran ans Netz. So lass ich was zusammenkommen.

  3. Ein paar Ergänzungen zu diesem sehr inspirierenden Artikel:

    Der Ausflug in die alttestamentlichen Geschichten ist der Kernpunkt von Judas‘ Argumentation, denke ich. Es geht um Befleckung (bzw. Verunreinigung, Verschmutzung).
    Das gr. Wort sárks, das hier in der Elberfelder mit „Fleisch“ übersetzt wird, wird von Johannes für den sündlosen Körper Jesu benutzt (Joh 1,14 u. 1. Joh 4,2-3).
    Wenn wir hier den Leib Christi vor Augen haben und die zu Grunde liegenden, zeitlosen Prinzipien der alttestamentlichen Dinge auf den neuen Bund übertragen, ergibt sich der Rest fast von alleine. Doch der Reihe nach.

    Judas führt hier zwei Beispiele an:

    1) Engel, die ihren Herrschaftsbereich verlassen hatten und
    2) die Begebenheiten in Sodom und Gomorrha und den anderen Städten:
    Die Parallele beider Fälle war es, „fremdem Fleisch nachzulaufen“ – gemeint ist geschlechtlicher Umgang zwischen Menschen und Engeln/Dämonen.
    In 1. Mose 6 lesen wir, was sich damals zugetragen hatte (Vers 2):

    „da sahen die Söhne Gottes die Töchter der Menschen, dass sie gut waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten.“ 

    Daraus resultierten die Riesen und die Verdorbenheit allen Fleisches (1. Mose 6,12) -> Folge war die Sintflut.

    Bei der zweiten Begebenheit wollten die Männer von Sodom die Engel in Lots Haus vergewaltigen.

    Diese Dinge vergleicht Judas mit dem, was die „Einschleicher“ in der Gemeinde, der der Leib Christi ist – sein Fleisch und Blut – tun:
    „Ebenso aber beflecken auch diese als Träumende das Fleisch, die Herrschaft aber verachten sie, Herrlichkeiten aber lästern sie.“

    „als Träumende“ o. „mit ihren Träumereien (SLT)“:
    Sie haben eben nicht das Echte – den Geist der Wahrheit, Christi Geist – denken aber, ihn zu haben: Sie träumen. Und das Erwachen wird sehr bitter werden.

    „Herrschaft aber verachten sie“:
    Natürlich: Sie verleugnen Christus, das Haupt des Leibes, seiner Gemeinde.

    „Herrlichkeiten aber lästern sie“:
    Das bezieht sich auf den Christus IN uns, die Hoffnung der Herrlichkeit (Kol 1,27). Es ist nichts weniger als die Lästerung des Geistes, von der Judas hier schreibt. Diese Einschleicher „widerstreben alle Zeit dem heiligen Geist“ (in Stefanus‘ Worten aus der Apostelgeschichte). Sie lehnen Jesu Geist der Gnade beständig ab. In Paulus Worten: „dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie.“ (2. Tim 3,5). Paulus schreibt im selben Vers danach, wie wir mit solchen Menschen umgehen sollen:
    „Von solchen wende dich ab!“

    Judas schreibt:
    „Wehe ihnen! Denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Bileams völlig hingegeben, und in dem Widerspruch Korachs sind sie umgekommen.“

    Was bedeutet das im Einzelnen?

    1) Der Weg Kains:
    „So ging Kain hinweg von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande Nod, jenseits von Eden, gegen Osten.“ (1. Mose 4,16)

    Vorangegangen war dem Ganzen Kains Opfer, das Gott nicht gefallen hatte. Warum gefiel es Gott nicht?
    Er opferte von seinen eigenen Bemühungen, von dem Ertrag des Erdbodens, den Gott verflucht hatte: „Mit Mühsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; … Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen…“

    Kain („der Starke, Männliche“ etc.) war jemand, der in seiner Beziehung mit Gott auf seine eigene Anstrengung setzte und nicht auf die unverdiente Gunst Gottes: Kain war selbstgerecht. Folge: Neid auf seinen Bruder Abel („der Schwächliche“), auf den, der Gottes unverdiente Gunst erlebte. Johannes schreibt, dass Kain „aus dem Bösen war… weil seine Werke böse waren“ (1. Joh 3,12). Und mit „Werke“ ist NICHT der Mord an Abel gemeint, denn der kam erst danach. Gemeint ist sein eigenes Mühen in der Beziehung mit Gott! Die Werke der Werksgerechten bezeichnet Johannes als böse. In Hebräer werden sie als „tote Werke“ bezeichnet, von denen man Buße tun muss (Hebr 6,1).

    Nach dem Brudermord spricht Gott erneut zu Kain. (Nebenbei: Dieses Verhalten Gottes passt ja mal überhaupt nicht in diese traditionelle falsche Theologie, dass Sündigen von Gott trennt etc. …)

    Und Gott trieb ihn nicht von sich weg. Sondern Kain ging selber – freiwillig – hinweg vom Angesicht des Herrn. Und zwar ins Land Nod („Unruhe“).

    Der Weg Kains ist der Weg eigenen Bemühens um Gerechtigkeit, er ist ein böser Weg, und er führt weg von Gott.

    2) Der Irrtum Bileams:

    Bileam konnte das Volk für den Moabiter-Fürsten Balak ja bekanntlich nicht verfluchen, denn: „Er erblickt kein Unrecht in Jakob und sieht kein Verderben in Israel“ (4. Mose 23,21).
    Ohne Sünde kein Fluch.
    Auch in Kapitel 24 segnet Bileam mit seinen Worten nur.
    Aber in Kapitel 25, nachdem er bereits wieder abgereist ist, passiert etwas: Unzucht des Volkes mit den Töchtern der Moabiter und Götzenopfer für deren Götter.
    Der Zorn Gottes entbrennt über Israel, und 24.000 Menschen sterben.

    Und in Offenbarung 2,14 lesen wir im Klartext, wie es dazu kommen konnte und was Bileams Anteil daran war:

    „Aber ich habe ein weniges gegen dich, dass du solche dort hast, welche die Lehre Bileams festhalten, der den Balak lehrte, eine Falle vor die Söhne Israels hinzustellen, so dass sie Götzenopfer aßen und Unzucht trieben.“

    Jesus sagte:
    „Es ist unmöglich, dass nicht Verführungen kommen.  Wehe aber dem, durch den sie kommen.“ (Lk 17,1)

    Bileam benutzte seine Gabe gegen den erkannten Willen Gottes, um sich zu bereichern. Das an sich ist schon eine heftige Nummer.

    Aber was war nun genau der Irrtum Bileams? Er glaubte, dass es Gott gefallen würde zu strafen!

    Bei all seiner Erkenntnis hatte er das Wesentlichste, das Alles-Entscheidende, doch nicht verstanden: Gottes Vaterherz, der eben keinen Gefallen am Tod des Gottlosen hat (Hes 33,11).
    Erkenntnis bläht auf, die Liebe erbaut.

    Wie anders übrigens Jona:
    Er übertrat – im Gegensatz zu Bileam – die Anweisung Gottes („Geh nach Niniveh…“)
    Im Äußeren war Bileam sogar gehorsamer als Jona. Aber Jona kannte Gottes Herz. Und in seinem Zorn darüber, dass seine Predigt in Niniveh zur Buße und zur Verschonung der Stadt geführt hatte, betete er:
    „… denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott bist, langmütig und von großer Gnade, und das Unheil reut dich!“

    Die große Falle für Gläubige heute ist das Gesetz, denn „die Kraft der Sünde ist das Gesetz.“ (1. Kor 15,56)
    Wer immer heute Christen lehrt, das Gesetz zu halten, tut dasselbe wie Bileam. Die Erkenntnis der heutigen Gesetzeslehrer über ihr Tun mag geringer sein als die von Bileam damals (und damit auch ihre Sünde), das Ergebnis für die Schafe bleibt aber dasselbe: Fluch. Paulus schreibt es in Galater 3,10 fast schon überdeutlich:

    „Denn alle, die aus Werken des Gesetzes sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben: »Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buch des Gesetzes geschrieben steht, um es zu tun«.“

    Das Gesetz gehört zu den „Götterbildern“ (o. Götzenbildern, Jes 42) bzw. den „Abbildern und Schatten“ (Hebräer 8,4). Für Gläubige ist es schlicht Götzendienst. Und ich meine, wir sollten endlich anfangen, es genau so zu machen wie die Apostel damals: Kein fauler Friede mehr, sondern knallharte Konfrontation.

    3) Der Widerspruch Korachs:

    Dieser „Widerspruch“ war eine organisierte, offene Rebellion gegen Gottes erklärte Ordnung für den Priesterdienst, und er endete mit dem schnellen Tod aller, die sich daran beteiligt hatten (s. 4. Mose 16).
    Diese Ordnung heißt heute nicht mehr „das Gesetz“, und Ziel ist nicht mehr Mose, der als Diener in seinem ganzen Haus treu war, sondern Christus, der Sohn Gottes selbst, der uns nicht ein totes Buchstaben-Gesetz, sondern seinen Geist gegeben hat, nachdem er selbst als unser Hoherpriester mit seinem eigenen Blut die Sühnung für all unsere Schuld erwirkt hatte. Ein Angriff darauf ist ein Frontalangriff auf das Zentrum unseres Heils.

    Wir sehen derlei Angriffe gegen das Kreuz und den Geist der Gnade, seien sie in Form von Büchern, Predigten oder was auch immer. Und ich denke, wir sollten aufhören, uns Illusionen über die Leute zu machen, die derlei tun: Sie sind daran längst geistlich gestorben, und von ihnen ist nichts Positives mehr zu erwarten. Genau in dem Sinne schreibt Judas in Vers 12:
    „zweimal erstorben, entwurzelt“.
    Was das Wort zweimal hier bedeutet: Keine Ahnung…

    „Entwurzelt“ lässt an das Bild vom Weinstock aus Johannes 15 denken und an das Bild vom Ölbaum aus Römer 11. Unsere Verwurzelung soll einzig und allein in Jesus und seiner Liebe sein: „Bleibt in mir!“ (Joh 15,4)
    „gewurzelt und auferbaut in ihm“ (Kol 2,7)
    „… in Liebe gewurzelt und gegründet“ (Eph 3,17)

    Ein Detail an der Korach-Geschichte scheint mir noch erwähnenswert: Die Aufständischen waren Sippenhäupter und Fürsten der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, namhafte Männer (4. Mose 16,2).
    Es können große Namen sein, Leiter und Lehrer, Anführer großer „Dienste“ – das alles bedeutet überhaupt gar nichts. Viele Erste werden Letzte sein und umgekehrt.
    Die Sichtweise Gottes im Judasbrief ist:
    „Diese sind Flecken bei euren Liebesmahlen“ (V. 12), sie sind „Spötter“ (V. 18).

    Spötter ist ein weniger geläufiges Wort im heutigen Deutsch. Aber in seinem Leiden waren die, die den Herrn verspottet haben, vermutlich die Allerschlimmsten für ihn:

    „Der Hohn hat mein Herz gebrochen, und es ist unheilbar; und ich habe auf Mitleid gewartet – aber da war keins; und auf Tröster, aber ich habe keine gefunden.“ (Ps 69,21)

    Was unseren Umgang mit Menschen betrifft, dazu hat Judas in Vers 22 einiges Interessantes zu sagen.
    Er spricht drei Gruppen von Menschen an – was sowohl in der aktuellen Elberfelder als auch in der Schlachter leider nicht richtig rüberkommt – da werden jeweils zwei Gruppen zu einer zusammen gefasst; in der KJV ist das besser übersetzt.

    Dreimal steht jedenfalls hier im Griechischen das Relativpronomen „hous“.
    Die erste Gruppe sind „die, die zweifeln“. Ihnen sollen wir wirklich (ernsthaft etc.) die Gnade zeigen.

    Die zweite Gruppe sollen wir retten, indem wir sie aus dem Feuer reißen.
    Hier denke ich unwillkürlich an Lot und seine Familie, die die Engel an der Hand greifen mussten, um sie aus dem vorgerichtlichen Sodom quasi heraus zu schleifen. (-> 1. Mose 19,15-16)

    Und dann kommt die dritte Gruppe – und ich meine, dass hier die „Einschleicher“ gemeint sind:
    Auch ihnen sollen wir die Gnade zeigen/uns über sie erbarmen, aber anders als bei den anderen: Die Elberfelder übersetzt das griechische Wort phobō hier einfach mit Furcht: „erbarmt euch mit Furcht“.
    Ich denke, das trifft es hier nicht. Man kann sich nicht „mit Furcht erbarmen“.
    Bei dem Wort geht es um große Angst, Terror, um panikartige Flucht, um „nichts wie weg von hier!“
    Der Vers geht in der Elberfelder weiter: „indem ihr sogar das vom Fleisch befleckte Gewand hasst.“
    Das Wort für „Gewand“ meint eigentlich das Unterhemd oder die Unterwäsche.
    Es ist das Bild von Joseph, der auf seiner Flucht vor Potifars Frau sein Gewand in ihren Händen zurück ließ und nackt floh, nachdem sie ihm gegenüber zudringlich geworden war, um ihn zu verführen. Vielleicht trug Josephs Hemd die Spuren ihres Parfums? Ich denke, das meint Judas damit.

    Selbstschutz steht an erster Stelle gegenüber den Einschleichern, diesen Verführern. Und die Gnade Gottes können wir ihnen zeigen, indem wir unser eigenes Heil in der Flucht suchen, sprich: uns konsequent abwenden von ihnen, in Paulus Worten: „mit einem solchen nicht einmal zu essen“. (1. Kor 5,11)

    Die Gnade des Herrn sei mit euch!

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