Menschen haben den Drang, etwas zu tun. Selbst die, die scheinbar nichts tun: ihr Tun ist das Unterdrücken ihres Tatendrangs. Deshalb ist es auch für den Teufel sehr wichtig, Christen beschäftigt zu halten. So wundert es nicht, dass es so einige fromme Beschäftigungstherapien im christlichen Umfeld gibt, die letztlich zu nichts führen und in die viele Christen sehr viel Zeit, Geld, Hoffnung und Kraft investieren.

 

Oft ist es auch bezeichnend, dass einige solche Beschäftigungstherapien mit viel Aufwand zum Hype hoch stilisiert werden, zu etwas, was der Geist Gottes angeblich gerade betone. Dagegen bleibt festzuhalten: der Heilige Geist betont recht eintönig seit 2000 Jahren das Evangelium der Gnade Gottes 😉

 

Schauen wir uns mal einige Beispiele für solche letztlich fruchtlosen (Dauer)Beschäftigungstherapien an:

  • Dauerprotest gegen den „moralischen Verfall“ der Gesellschaft; andere Variante: Dauerlamentieren darüber
  • ständiges Anprangern von Irrlehren und Irrlehrern (und dabei meist oft selbst nicht allzu klar sehen)
  • dauerndes Beschäftigen mit „endzeitlichen“ Nachrichten und Entwicklungen
  • „Freibeten“ ganzer Länder, alternativ auch: „Frei-Lobpreisen“ ganzer Länder (oft munter begründet mit einem heiteren Mix alt- und neutestamentlicher Bibelstellen)
  • aufwändiges Neu-Verpacken und Modern-Stylen von Gottesdiensten, Predigten, kirchlichen Veranstaltungen etc. („Alle Hippen zu uns!“)
  • Dauerjammern über den „moralischen Verfall“ „der“ Kirche
  • Entdecken und praktisches Umsetzen der „jüdischen Wurzeln“ des christlichen Glaubens
  • stellvertretende Buße für fast alles und jeden
  • zwanghafte Beschäftigung mit einem bestimmten Land am Mittelmeer 😉
  • Herbei-Glauben und -Bekennen von allem möglichen
  • ständiges Verteidigen und Loben der jeweils eigenen Konfession als besonders „bibeltreu“ oder „im Willen Gottes“ oder als „heilig“ oder als der einzig wahren Kirche
  • Umsetzen komplizierter Veränderungsmethoden für die eigene Person
  • ständiges Suchen nach Sünden bei anderen und natürlich „Anprangern“ der selbigen
  • XXX

 

Dies ist natürlich keine Hilfe für die, die Erfüllung in solchen Beschäftigungen finden – Menschen kann oft erst geholfen werden, wenn sie ans Ende ihrer Wege gekommen sind und / oder erkennen, dass Jesus durch nichts – auch nicht durch fromme Götzen – zu ersetzen ist.

Aber dieses klare Benennen „fruchtloser Werke“ kann eine Hilfe sein für die, denen man jahrelang beigebracht hat, eine oder mehrere dieser Beschäftigungstherapien seien „wichtig“ oder „ein Segen“ (aus welchen Gründen auch immer).

Wer den spontanen Drang verspürt, gegen diese Sichtweise zu protestieren, darf das ruhig erst mal unterdrücken 😉 und sich trösten mit dem Gedanken, dass die Propaganda und Anfälligkeit FÜR diese Beschäftigungstherapien so stark ist, dass unser kleiner Artikel daran nichts ändern wird.

(Ergänzungen weitverbreiteter frommer Beschäftigungstherapien per Kommentar sind willkommen)

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