Unsere heidnische Umgebung sieht sehr wohl, was wir für Menschen sind – ob wir echt sind oder Heuchler. Ob da irgendwas von Jesus ist oder nur kirchliche Regeln, an deren Einhaltung wir mehr oder minder grandios scheitern – aber so tun, als sei es nicht so und unser Leben aus einem Guß.

Hier entsteht eine Glaubwürdigkeitslücke – und paradoxerweise versuchen die etwas wacheren Gesetzeslehrer aller Coleur diese Lücke zu schließen mit dem Mittel, durch die diese Lücke erst entstanden ist: dem Gesetz. Nach dem Motto: wenn die Medizin nicht wirkt, erhöhe die Dosis.

Besonders tragische Formen nimmt diese Vorgehensweise an, wenn sie als Bußruf an die Kirche daher kommt. Denn das Ziel – eine glaubwürdige Christenheit – ist absolut legitim; aber der Weg dahin ist ein Witz.

Höchstes Pathos kombiniert mit lächerlicher Methodik!

Der Weg des Gesetzes, der eigenen religiösen Anstrengung ist nun mal eben nicht das, was Gott bestätigt – weder im persönlichen Rahmen noch großflächig.

Leider sind einige Gesetzeslehrer unter die Visionäre gegangen und machen viele Christen trunken mit ihrer Perspektive einer glaubwürdigen, kraftvollen Kirche. Denn wir spüren, daß es genau das ist, was auch Gott will. Aber es ist irgendwie so, als wolle uns ein Bettler darüber belehren, wie wir unsere erste Million machen können.

Auf dem Weg der Gnade gibt es kein „10-Schritte“-Programm, mit dem wir dieses Ziel einer großflächig kraftvollen Kirche erreichen können.

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